Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Deutscher Filmpreis "Lola" : Echtzeit-Drama „Victoria“ ist bester Spielfilm
Kultur 20.06.2015

Deutscher Filmpreis "Lola" : Echtzeit-Drama „Victoria“ ist bester Spielfilm

Sebastian Schippers Filmexperiment "Victoria" wurde hoch gelobt. Der Film ist in einer einzigen Einstellung gedreht.

Deutscher Filmpreis "Lola" : Echtzeit-Drama „Victoria“ ist bester Spielfilm

Sebastian Schippers Filmexperiment "Victoria" wurde hoch gelobt. Der Film ist in einer einzigen Einstellung gedreht.
Kultur 20.06.2015

Deutscher Filmpreis "Lola" : Echtzeit-Drama „Victoria“ ist bester Spielfilm

Mutig, experimentell und radikal: „Victoria“ wird bei der Lola-Gala als bester Film ausgezeichnet - und erhält fünf weitere Preise. Für Aufsehen sorgen Til Schweiger und Jan Josef Liefers. Ein Favorit geht leer aus.

(dpa) - Der Echtzeit-Thriller „Victoria“ von Sebastian Schipper ist mit der Goldenen Lola als bester Spielfilm ausgezeichnet worden. Der ungewöhnliche, in einer einzigen Kameraeinstellung gedrehte Film holte insgesamt sechs der begehrten Trophäen. Damit war er der klare Sieger bei der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises am Freitagabend in Berlin. 

Beste Hauptdarsteller wurden Frederick Lau (25) und die Spanierin Laia Costa (30) für ihre Rollen in „Victoria“. Die Geschichte eines Bankraubs holte auch die Preise für beste Regie, Kamera und Musik. Oliver Hirschbiegels sieben Mal nominiertes Drama „Elser - Er hätte die Welt verändert“ über den Hitler-Attentäter Georg Elser ging überraschend leer aus.

Seine erste Lola nahm Publikumsliebling Til Schweiger entgegen. Der Schauspieler, Regisseur und Produzent bekam für seine Alzheimer-Tragikomödie „Honig im Kopf“ den undotierten Preis für den „besucherstärksten Film des Jahres“. Schweiger, dessen Filme von der die Gewinner auswählenden Filmakademie in der Vergangenheit ignoriert worden waren, bekannte: „Ich bin jetzt ein bisschen aufgeregt, das hätte ich nicht gedacht.“

Die Silberne Lola in der Spielfilm-Kategorie erhielt „Jack“ von Edward Berger. Eine Bronze-Lola gab es für „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber. Über die Preise als beste Nebendarsteller durften sich Nina Kunzendorf (43) und Joel Basman (25) freuen. Kunzendorf wurde für ihre Rolle in Christian Petzolds Nachkriegs-Drama „Phoenix“ als beste Nebendarstellerin geehrt. Ihr Schweizer Kollege Basman gewann die Trophäe für seine Darstellung eines Jugendlichen in Burhan Qurbanis „Wir sind jung. Wir sind stark.“ über die Ausschreitung in Rostock-Lichtenhagen 1992.

Anerkennung für "Citizenfour"

Laura Poitras' Film „Citizenfour“ über den amerikanischen Whistleblower Edward Snowden wurde als beste Dokumentation ausgezeichnet. Die Trophäe für den besten Kinderfilm ging an die Komödie „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ nach dem Roman von Andreas Steinhöfel.

Die Show im Palais am Berliner Funkturm wurde von Schauspieler Jan Josef Liefers moderiert, der unter anderem als singender, verkleideter Hotdog auftrat. Mehr als 1800 Gäste waren zu dem „Familientreffen“ der Filmbranche gekommen, darunter Stars wie Hannelore Elsner, Elyas M'Barek, Iris Berben, Dieter Hallervorden, Katja Riemann, Christiane Paul, Michael Gwisdek und Henry Hübchen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.