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De Robertis entblößt sich in Lourdes
Kultur 02.09.2018

De Robertis entblößt sich in Lourdes

Die Luxemburger Performance-Künstlerin Déborah de Robertis hat wieder zugeschlagen: Dieses Mal hat sie sich im Allerheiligsten von Lourdes entblößt. Dafür muss sie sich im Mai vor dem Strafgericht in Tarbes verantworten.

(ham/AFP) - Ganz im Evakostüm, nur mit einem blauen Schleier um die Schultern, hat sich die 34-jährige Luxemburger Performance-Künstlerin Déborah de Robertis am Freitag in der Erscheinungsgrotte von Lourdes gezeigt. Medien zufolge waren sofort Pilger zur Stelle, um die junge Frau zu bedecken und die Polizei zu rufen.

De Robertis ist bekannt für ihr Entblößen vor Kunstwerken in Museen, womit sie provokativ Traditionen und Konventionen infrage stellt. Im September 2017 hatte sie sich vor der Mona Lisa im Louvre entkleidet. 2016 hatte sie sich im Musée d'Orsay unter dem Gemälde "L'Olympia" entblößt. Damit imitierte sie den Inhalt des Meisterwerks von Edouard Manet, auf dem eine junge Frau nackt auf einem Divan liegt, während ihr eine schwarze Frau Blumen reicht. 


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Ebenfalls im Orsay hatte de Robertis 2014 vor dem Gemälde "L'Origine du monde" von Gustave Courbet posiert. Das Bild ist bekannt für seine realistische Darstellung des weiblichen Geschlechts. In beiden Fällen war De Robertis mit einer Verwarnung davongekommen. Im Falle der Mona Lisa war sie zu 35 Stunden Arbeit im Dienste der Allgemeinheit verurteilt worden.

Ob die 34-Jährige Franko-Luxemburgerin dieses Mal ebenso glimpflich davon kommen wird, ist fraglich. Der Staatsanwalt von Tarbes, Pierre Aurignac, hat bereits einen Prozess für Mai angekündigt. Dann muss sich die Künstlerin wegen "exhibition sexuelle" verantworten. Sie war am Freitag noch während ihrer Performance verhaftet worden. Sie hat sich laut Aurignac zwar auf die künstlerische Freiheit berufen, doch hat das "Sanctuaire de Lourdes" ebenfalls Klage eingereicht.


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"Wir verurteilen diesen Exhibitionismus", schreibt das "Sanctuaire" in einer Pressemitteilung. Die junge Frau habe zahlreiche Pilger während einer Eucharistieprozession gestört und schockiert. Man bedauere diese Missachtung der Religionsfreiheit und fordere mehr Respekt für diesen heiligen Ort.


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