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Das Reich der Sinne: das Tasten
Kultur 7 7 Min. 30.01.2019
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Das Reich der Sinne: das Tasten

Für Fotograf Pierre Matgé spielen beim Tastsinn auch Kraft und unterschiedliche Konsistenzen eine Rolle.

Das Reich der Sinne: das Tasten

Für Fotograf Pierre Matgé spielen beim Tastsinn auch Kraft und unterschiedliche Konsistenzen eine Rolle.
Foto: Pierre Matgé
Kultur 7 7 Min. 30.01.2019
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Das Reich der Sinne: das Tasten

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Die Kunst, das Tasten und das Berühren gehören zusammen wie das frühbarocke Malergenie Caravaggio und sein beeindruckendes Chiaroscuro, und doch beißen sie einander wie ein existenzielles Drama von Ingmar Bergman und ein Suspense-Film von Alfred Hitchcock. Es ist also wahre Liebe auf den ersten Blick, und doch ist es zuweilen ziemlich kompliziert.

Der Mensch nimmt seit Alters her seine Welt durch die Sinne wahr. Doch vor allem im Mittelalter galt alles Körperliche als potenziell verwerflich; es könnte ja zur Sünde verführen und die Menschen nach ihrer damals kurzen Lebenszeit auf Erden in einer sehr langen Ewigkeit höllisch bestrafen. Mit der Renaissance und der Aufklärung wurde das Denken wissenschaftlicher, bisherige Tabus wurden hinterfragt.

Doch auch jenseits dieser revolutionären Aufbruchsstimmung galt: Wer was auf einem Gemälde wie betastet, wer wen auf einem Fresko wo berührt, war bei den Meistern immer eine wohlüberlegte Komposition und auch bei aller noch so scheinbaren Flüchtigkeit genau inszeniert ...

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