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D'Woch am Kino: Von flauschig bis widerborstig
Flauschiges FIlmvergnügen: "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" basiert lose auf dem gleichnamigen Videospiel.

D'Woch am Kino: Von flauschig bis widerborstig

Flauschiges FIlmvergnügen: "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" basiert lose auf dem gleichnamigen Videospiel.
Kultur 4 08.05.2019

D'Woch am Kino: Von flauschig bis widerborstig

Jörg TSCHÜRTZ
Jörg TSCHÜRTZ
Ein blitzgescheiter Meisterdetektiv, eine kettenrauchende Deneuve und das Tabuthema Homosexualität: Die Kinostarts der Woche im Überblick.

Auch das noch: Das Videospiel „Pokémon: Detective Pikachu“ läuft nun als Realverfilmung in den Kinos. Zugegeben: Mit flauschigem Fell wirkt das wohl berühmteste Monster aus dem Pokémon-Universum noch knuffiger als im Comic oder auf dem Nintendo 3DS. 

Hollywood-Star Ryan Reynolds lieh Pikachu Stimme und Gesichtsmimik. Dass der putzige Detektiv nun ausgerechnet wie der blutrünstige Superheld und Dummschwätzer „Deadpool“ klingt, ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Fans von Pokémon und schrägem Humor dürfte das Action-Abenteuer von Regisseur Rob Letterman trotzdem gefallen.

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Wie bestraft man jemanden, der sich in der Öffentlichkeit abschätzig über Schwule äußert? In der französischen Komödie „Les Crevettes pailletées“ von Cédric Le Gallo und Maxime Govar, die ebenfalls am Mittwoch in den Luxemburger Kinos startet, wird ein homophober Schwimm-Vizeweltmeister (Nicolas Gob) als Trainer zu einem schwulen Wasserballteam zwangsversetzt. Der neue Coach soll die queere Chaos-Truppe für die „Gay Games“, eine Art Olympia für Homosexuelle, fit machen. Im Trainingslager prallen zwei Welten aufeinander. 

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Um Homosexualität und gesellschaftliche Tabus geht es auch in der luxemburgischen Koproduktion "Temblores". Im Mittelpunkt des Dramas des guatemaltekischen Regisseurs Jayro Bustamante steht der scheinbar perfekte und fromme Familienvater Pablo, der wegen einer Affäre mit einem jüngeren Mann in eine schmerzhafte "Heiltherapie" geschickt wird - und sich im tiefreligiösen Guatemala zwischen Glaube oder Liebe entscheiden muss.

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„La dernière folie de Claire Darling“ von Julie Bertuccelli erzählt die Geschichte der widerborstigen Madame Claire Darling. Die 80-jährige alleinstehende Frau, die von keiner geringeren als der großen französischen Filmdiva Catherine Deneuve verkörpert wird, überkommt eines Morgens die Gewissheit, dass sie nur noch einen Tag zu leben hat. 

Kettenrauchend entschließt sich die alte Lady zu einem verrückten Abschiedsvorhaben, einer „dernière folie“: Um alte Gespenster zu verjagen, entrümpelt Claire ihre mit teurem Firlefanz vollgestopfte Landvilla und organisiert einen Flohmarkt. Von der kuriosen Verkaufsaktion alarmiert kehrt Claires Tochter Marie (Chiara Mastroianni) nach 20 Jahren Funkstille wieder nach Hause zu ihrer Mutter zurück – eine sehenswerte Konfrontation. 

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Eine komplette Übersicht über das Kinoprogramm finden Sie hier.