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D'Woch am Kino: Jeder ist sein eigener Feind - und Freund
Kultur 5 08.10.2019

D'Woch am Kino: Jeder ist sein eigener Feind - und Freund

D'Woch am Kino: Jeder ist sein eigener Feind - und Freund

Foto: PTD
Kultur 5 08.10.2019

D'Woch am Kino: Jeder ist sein eigener Feind - und Freund

Vesna ANDONOVIC
Vesna ANDONOVIC
Bestens gegen das miese Herbstwetter gewappnet.

Bausch is back! Des Luxemburgers liebster Filmemacher führt mit „Lost in the 80s“ seine dokumentarische Zeitreise durch die Geschichte des – oh, Überraschung, gar nicht mal so – beschaulichen Marienlandes fort, und ist inzwischen in den kunterbunten 1980ern angelangt. Bei vielen Zuschauern wird seine Mischung aus Amateurfilmaufnahmen, alten Fernsehbildern, nachgespielten Szenen (Guido „History“ Knopp lässt grüßen) sowie einige „Perlen der damaligen Kultmusik“ (so verspricht der Pressetext) – eine Welle der Nostalgie auslösen. Fragt sich nur, ob man sich bei dieser dann jünger oder umso älter fühlt ... 

Eine Frage des Alters oder vielmehr ein Problem mit diesem hat in „Gemini Man“ auch – Achtung Kult-Job – der Weltklasse-Attentäter Henry Brogan (verkörpert von Will Smith) der sich eigentlich schon im wohlverdienten Ruhestand wähnt – bis sein früherer Brötchengeber einen gefährlichen Auftragskiller auf ihn ansetzt. Doch nicht nur, dass sein Leben in Gefahr ist, Brogan muss auch noch feststellen, dass sein größter Feind ... er selbst ist, sprich sein jüngerer Klon. Abgesehen davon, dass das Werk die dreifach Oscar-preisgekrönte ästhetische Handschrift des taiwanesischen Regisseurs Ang Lee („Crouching Tiger, Hidden Dragon“ und „Brokeback Mountain“) trägt, ist es auch technisch zweifelsohne ein futuristisches Meisterwerk, da u. a. in 120 Bildern pro Sekunde gedreht wurde.


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Auch in Édouard Bergeons „Au nom de la terre“ muss Guillaume Canet zusehen, wie sein Vater, ein Landwirt, immer mehr den Boden unter den Füßen verliert. 

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Sicherlich ebenso spannend dürfte auch die Verfilmung von Donna Tartts Pulitzer-Bestseller „The Goldfinch“ durch den Iren John Crowley ausfallen. 


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Ein etwas jüngeres Publikum wird dann der „One Piece: Stampede“-Manga anziehen,

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während in „Trois jours et une vie“ in den benachbarten Ardennen die Emotionen einer Dorfgemeinschaft nach dem Verschwinden eines Kindes hochkochen. Und wer – wider Erwarten – im breit gefächerten, aktuellen Kinoprogramm nicht „chaussure à son pied“ findet, wird sicher ganz einfach im abwechslungsreichen Programm des zwölften CinEast-Festivals fündig. Das miese Herbstwetter darf also ruhig kommen, filmisch sind wir gewappnet!

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