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Christoph Sietzen beim ARD-Musikwettbewerb: Luxemburger herausragender Dritter

Christoph Sietzen beim ARD-Musikwettbewerb: Luxemburger herausragender Dritter

Quelle: Livestream ARD Musikwettbewerb
Kultur 10.09.2014

Christoph Sietzen beim ARD-Musikwettbewerb: Luxemburger herausragender Dritter

Der Luxemburger Christoph Sietzen hat im Schlagzeug-Finale des internationalen ARD-Musikwettbewerb den dritten Preis erringen können. Schon die Teilnahme an der Endrunde zählt als großer Erfolg.

(C./dco) - Christoph Sietzen hat sich im Schlagzeug-Finale in einem der renommiertesten internationalen Wettbewerbe, dem ARD-Musikwettbewerb, den dritten Preis erkämpft. Der 21-Jährige  trat in der letzten Runde im Münchener Herkulessaal gegen den Deutschen Alexej Gerassimez und den Italiener Simone Rubino an. Insgesamt 132 Teilnehmer hatten sich in dieser Wettbewerbskategorie beworben, um das Rennen für sich zu entscheiden.

Sietzen nahm kurz nach der Bekanntgabe der Ergebnisse den Ausgang gelassen: "Die Qualität im Wettbewerb war unglaublich groß."

Das gewählte Final-Stück war das dreisätzige Werk des israelischen Komponisten Avner Dorman (1975)  "Frozen in Time", das Sietzen zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Michel Tabachnik aufführte.

Christoph Sietzen
Christoph Sietzen
Foto: M. Weissbacher

Der direkte Vergleich war auch für die Zuhörer am Radio und beim Livestream im Internet möglich: Konkurrent Simone Rubino hatte sich ebenfalls für die Aufführung dieses Werks im Finale entschieden.

Im Halbfinale am 8. September hatte sich Sietzen unter anderem mit dem berühmten Schlagzeugwerk "Rebonds A und B" von Iannis Xenakis, Johannes Fischers "Wolkenstudie for solo percussion" und John Psathas' "One Study One Summary" für die Endrunde qualifizieren können. Ein Mitschnitt findet sich hier.

Der 21-Jährige wurde als Sohn eines Luxemburgers in Salzburg geboren und wuchs in Österreich auf. Er studiert derzeit an der Anton Bruckner Privat Universität Linz bei Bogdan Bacanu Marimbaphon sowie bei Leo Schmidinger Schlagzeug.

Der ARD-Musikwettbewerb, der zum 63. Mal ausgetragen wurde, gilt als eines der wichtigsten Podien für junge Künstler und verhalf bisher schon vielen Talenten zu einem internationalen Durchbruch, darunter die Pianistin Mitsuko Uchida, der Sänger Thomas Quasthoff oder der Oboist und spätere Komponist und Dirigent Heinz Holliger. Informationen zur Geschichte des Wettbewerbs hat der Bayerische Rundfunk auf einer Webseite zusammengefasst.