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César für Luxemburger Koproduktion "Deux"
Kultur 1 2 Min. 13.03.2021

César für Luxemburger Koproduktion "Deux"

Filippo Meneghetti nimmt den César für den besten Debütfilm entgegen. "Deux" ist eine Luxemburger Koproduktion, an der die Luxemburger Filmgesellschaft Tarantula mitgearbeitet hat.

César für Luxemburger Koproduktion "Deux"

Filippo Meneghetti nimmt den César für den besten Debütfilm entgegen. "Deux" ist eine Luxemburger Koproduktion, an der die Luxemburger Filmgesellschaft Tarantula mitgearbeitet hat.
Foto: AFP
Kultur 1 2 Min. 13.03.2021

César für Luxemburger Koproduktion "Deux"

Marc THILL
Marc THILL
Der Regisseur von "Deux" Filippo Meneghetti nahm den César für den besten Debütfilm entgegen, als besten Film wählte die César-Akademie "Adieu les cons" des Filmemachers Albert Dupontel.

Mit vier Nominierungen war die Luxemburger Korpoduktion „Deux“ ins Rennen bei der Césars-Veranstaltung gegangen, am Ende aber gab es nur einen Preis, den César des besten Debütfilms für Regisseur Filippo Meneghetti. „Deux“ war ebenfalls nominiert in der Kategorien „Bestes Drehbuch“ sowie die beiden Schauspielerinnen Martine Chevalier und Barbara Sukowa gleich doppelt in der Kategorie „Beste Schauspielerin“.

Wegen der Corona-Krise fand die 46. César-Veranstaltung ohne Publikum statt, nur die Preisträger und Nominierten nahmen an der Zeremonie teil. Viele Schauspieler, darunter Isabelle Huppert, nahmen das Event zum Anlass, um die coronabedingte Schließung der Kinosäle seit Ende Oktober zu kritisieren.

Die Césars im Überblick:   

  • Bester Film: „Adieu les cons“ von Albert Dupontel
  • Beste Regie: Albert Dupontel für „Adieu les cons“
  • Beste Schauspielerin: Laure Calamy in „Antoinette dans les Cévennes“
  • Bester Schauspieler: Sami Bouajila in „Un fils“
  • Beste weibliche Nebenrolle: Emilie Dequenne in „Les choses qu'on dit, les choses qu'on fait“
  • Beste männliche Nebenrolle: Nicolas Marié in „Adieu les cons“
  • Bester Debütfilm: „Deux“ von Filippo Meneghetti
  • Bestes Originaldrehbuch: Albert Dupontel für „Adieu les cons“
  • Beste Filmadaptation: Stéphane Demoustier für „La fille au bracelet“
  • Bester Auslandsfilm: „Drunk“ von Thomas Vinterberg
  • Bester Animationsfilm: „Josep“ von Aurel
  • Bester Dokumentarfilm: „Adolescentes“ von Sébastien Lifshitz

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

„Deux“ erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die selten auf der Leinwand behandelt wird: Zwei Frauen in der Blüte ihres Lebens, die zu verkümmern drohen, wenn ihre Liebe ihnen nicht erlaubt, sich zu befreien und zu existieren. Weil die weibliche Homosexualität in manchen Werken nicht so behandelt wird, wie sie eigentlich sein sollte, weil die Liebe zwischen zwei reifen Frauen destabilisierend sein kann, ist dieser Film außergewöhnlich und macht ihn zu einem sehenswerten Streifen.  

In einem Interview mit dem „Luxemburger Wort“ sagte Regisseur Filippo Meneghetti sein Film dürfe nicht in die Schublade „schwul“ gesteckt werden: „Die Homosexualität von Madeleine und Nina ist nicht das Thema meines Films. Ich will die Zensur thematisieren, die wir uns selbst auferlegen, je nachdem, was wir gelernt haben oder in welcher Gesellschaft wir leben.“   


Kultur,Itv. Filippo Meneghetti réalisateur du film DEUX. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
«Surtout ne pas tout montrer»
Filippo Meneghetti a tourné son premier film «Deux» parce qu’il avait «des choses à dire».

„Deux“ hatte seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival und gewann seitdem Dutzende von internationalen Preisen. Unter anderem wurden Meneghetti und seine beiden Schauspielerinnen Chevalier und Sukowa bei den „Lumières de la presse étrangère 2021“ in Frankreich ausgezeichnet, der Regisseur für den besten Debütfilm, Martine Chevalier und Barbara Sukowa als beste Schauspielerinnen.  

„Deux“ auch auf der Short-List für den Oscar als französischer Beitrag für den besten fremdsprachigen Film. Die Entscheidung über die definitive Oscar-Nominierung fällt am Montag. 

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Die Dreharbeiten in Luxemburg fanden Mitte Oktober 2018 statt. Luxemburger Schauspieler sind in diesem Film sehr stark präsent mit Eugénie Anselin, Aude-Laurence Biver, Véronique Fauconnet, Denis Jousselin, Stéphane Robles, Gilles Soeder, Hervé Sogne und Jérôme Varanfrain


Gibt es wieder einen Oscar für Luxemburg? Man darf gespannt sein.
Luxemburgs Filme: Der "Award-Frühling" 2021
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In der Filmcrew waren aus Luxemburg Céline Bodson als Chef-Tonmeisterin, Angelo Dos Santos als Chef-Tonmeister, Vitalijus Kiselius als Chef-Elektriker und Magdalena Labuz zuständig für die Kostüme, Katja Reinert als Chefmaskenbildnerin und Laurent Wallerang als Chefmaskenbildner dabei. Der Film Fund Luxembourg hat „Deux“ mit 890.000 Euro unterstützt.

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