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Bühne für junge Tanztalente aus aller Welt
Kultur 4 2 Min. 01.09.2019

Bühne für junge Tanztalente aus aller Welt

„Likes“ von Núria Guiu Sagarra setzt sich mit den Fotoposen in sozialen Netzwerken auseinander.

Bühne für junge Tanztalente aus aller Welt

„Likes“ von Núria Guiu Sagarra setzt sich mit den Fotoposen in sozialen Netzwerken auseinander.
Foto: Alice Brazzit
Kultur 4 2 Min. 01.09.2019

Bühne für junge Tanztalente aus aller Welt

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Drei Abende voller Kraft, Leidenschaft und Tanz auf höchstem Niveau – das versprechen die Macher im Hintergrund des diesjährigen Aerowaves Festivals, das in seiner dritten Ausgabe am Dienstag startet.

Ballett im Tüll-Tutu und in Spitzenschuhen hat immer noch seine Daseinsberechtigung, doch längst hat der zeitgenössische Tanz auch andere Ausdrucksmittel und Inhalte gefunden. Da werden nicht mehr Bühnenmärchen klassischer Art oder antike Dramen vertanzt, sondern vor allem Aktuelles zur Leitmaxime – zusammen mit der Frage, inwiefern sich das über den Körper und im Zusammenspiel mehrerer Tänzer ausdrücken lässt.


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Wer als Tänzer und Choreograf erfolgreich sein will, muss liefern – gerade das Festival Aerowaves bietet in Luxemburg dafür Raum; im wahrsten Sinne. Denn Neimënster und das Tanzzentrum Trois C-L tun sich hier zusammen, um einen Querschnitt internationaler Talente in den Räumen des ehemaligen Klosters und der Banannefabrik in Bonneweg zu zeigen. Der dritte große Fokus dieser Art wirft Licht auf acht Veranstaltungen und Workshops innerhalb der Tage vom 3. bis zum 7. September.

Talente groß im Fokus

Das Festival entsteht auf der Grundlage des gleichnamigen internationalen Netzwerks von 45 Institutionen aus 33 Ländern. Dieses Netzwerk sucht in einer Vorauswahl eine Liste der sogenannten „Aerowaves Twenty“ aus – Produktionen von Nachwuchstalenten, die als die Genrehoffnungen von morgen gelten. Aus diesem Dossier wählten die Macher aus.

Entscheidend waren für die Hauptverantwortlichen des Festovals, Ainhoa Achutegui und Bernard Baumgarten, vier Kernthemen oder besser Leitideen, die den Ausschlag für die Wahl der acht endgültigen Produktionen gaben: „Realität vs. Virtualität“, „Emotionen und Ironie“, „Gender und Identität“ und „Virtuosität“. Und ein Blick in die Broschüre und auf im Internet verfügbare Videos zeigt schon, was da auf das Luxemburger Publikum zukommt.


Kultur, Elisabeth Schilling, neue Tanzproduktion “Felt“. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Die mit dem Filz tanzt
Choreografin Elisabeth Schilling stellt am Donnerstagabend ihren Soloakt „Felt“ im Cercle Cité vor.

Das Schöne ist die bewusste Vielfalt: Dank der Vorauswahl verdichtet sich die Qualität aus fachlicher Sicht – und andererseits kommen sehr unterschiedliche Blickwinkel zusammen. Schon in der Wahl – ob Produktionen für Soli oder Ensembles – hat das Team spürbar darauf geachtet, dass die Produktionen eine gute Zugänglichkeit haben. Ob schlicht durch den speziellen Ausdruck oder das Thema. 

Nur ein Beispiel: „Likes“ der katalanischen Tänzerin, Choreografin und Anthropologin Núria Guiu Sagarra, die sich auf ihre Weise den Posen und Bildern der sozialen Medien annimmt und damit dem Publikum den Spiegel vorhält – und zwar ganz nah am Alltag und doch künstlerisch verarbeitet.

Pass für das ganze Festival 

Start des Festivals ist am Dienstag, dem 3. September, in der Banannefabrik um 19 Uhr. Die folgenden Festivalaufführungen am 5. und 7. September finden in Neimënster statt (jeweils ab 19 Uhr, drei Produktionen pro Abend). Tickets für alle Veranstaltungen gibt es über www.neimenster.lu. An der Abendkasse kosten die Tickets pro Vorstellung 22 Euro (9 Euro erm., Kulturpass 1,50 Euro).

Ein Festivalpass für 49 Euro für alle Veranstaltungen wird ebenfalls angeboten. Und wer es praktischer mag: Ein offener Workshop am 6. September ab 18.30 Uhr in der Banannefarbik zur Einführung in den zeitgenössischen Tanz mit Improvisationen zum tänzerischen Ausdruck mit Sarah Baltzinger kostet 45 Euro pro Teilnehmer (ab 16 Jahren, alle Niveaus, Anmeldung unter www.dance.lu). 


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