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"Bodyguard" in der Rockhal: Viel Glamour und ein wenig Krimi
Kultur 12 1 2 Min. 21.02.2020

"Bodyguard" in der Rockhal: Viel Glamour und ein wenig Krimi

Das Konzertflair passt zu der Geschichte mit Krimi-Anklängen.

"Bodyguard" in der Rockhal: Viel Glamour und ein wenig Krimi

Das Konzertflair passt zu der Geschichte mit Krimi-Anklängen.
Foto: Claude Piscitelli
Kultur 12 1 2 Min. 21.02.2020

"Bodyguard" in der Rockhal: Viel Glamour und ein wenig Krimi

Nathalie HARTL
Nathalie HARTL
Whitney Houston-Hits in Spitzenqualität liefert das Musical "Bodyguard" in der Rockhal.

Mit einem lauten Knall, der das Publikum schlagartig verstummen lässt, beginnt das Musical "Bodyguard". Wie eine Bombe ist auch der gleichnamige Film mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen bei seiner Veröffentlichung 1992 eingeschlagen. Bis heute ist der Soundtrack mit über 45 Millionen verkauften Tonträgern der erfolgreichste aller Zeiten. Kaum verwunderlich also, dass das Musical bereits vier Millionen Zuschauer in zwölf verschiedenen Ländern angelockt hat.

Gleich zu Anfang erleben die Zuschauer in der Rockhal ein Lichterfeuerwerk. Glamour pur strahlt die erfolgreiche Sängerin Rachel Marron, gespielt von Aisata Blackman, aus. Umgeben von Tänzern und Scheinwerfern eröffnet sie mit ihrer warmen, souligen Stimme das Spektakel und gibt den Kurs für die kommenden zweieinhalb Stunden vor: Pop-Balladen voller Gefühl, mit einem kontrollierten Vibrato und viel Variation, aber auch Nummern mit viel Rhythmus, die in die Beine gehen. 

Neben ihrer Schwester Nikki Marron, die von der gebürtigen Peruanerin Andrea del Solar verkörpert wird, hat sie die einzige Gesangsrolle in dem Musical, die über kleine Parts hinausgeht. Störend ist das nicht - ganz im Gegenteil. 

Das Konzertflair passt zu der Geschichte mit Krimi-Anklängen, deren Zentrum Star Rachel Marron ist. Die Künstlerin erhält von einem fanatischen Fan anonyme Drohbriefe. Um sie zu beschützen, engagiert ihr Management Bodyguard Frank Farmer, gespielt von Jo Weil, der durch seine TV-Engagements in Serien wie "Verbotene Liebe" oder beim "Tatort" Bekanntheit erlangte. 

Bedrohung im Alltag

Marron sträubt sich zunächst gegen die neuen Sicherheitsregeln. Doch die Bedrohung in ihrem Alltag wird zunehmend spürbarer. Immer wieder zeigt sich der unbekannte Psychopath dem Publikum, zückt sein Messer, lauert im Schatten. Als Marron den Ernst der Lage realisiert, lässt sie Leibwächter Frank Farmer in ihr Leben und verliebt sich in ihn. Aber eine Beziehung scheint in Anbetracht der Umstände undenkbar.

Die Szenen spielen unter anderem in Marrons Villa, in einer Karaoke-Bar, bei der Oscar-Verleihung oder in einer einsamen Blockhütte. 

Dank ausgeklügelter Bühnentechnik mit mehreren Schiebeebenen wandelt sich der Hintergrund in wenigen Sekunden komplett. Für einen Augenblick taucht die Silhouette des Killers auf. Im nächsten Moment herrscht heitere Flirtstimmung im Schlafzimmer der Pop-Diva. 

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"I will always love you"

Durch die ständigen Wechsel kommt Tempo in die Story, die trotz der simplen Handlung an keiner Stelle zäh erscheint. Kurze Schauspiel-Dialoge in deutscher Sprache wechseln sich mit thematisch passenden Songeinlagen im englischen Original ab. 

Weltberühmte Whitney Houston-Klassiker wie "I will always love you" oder "One moment in time" performt Aisata Blackman mit einer solchen Leichtigkeit, dass man vergisst, wie anspruchsvoll die Stücke mit ihren weiten Tonsprüngen und den kunstvollen Phrasierungen sind.

"Der Film ist auf jeden Fall eine Inspiration, aber ich versuche, meine eigene Rachel Marron zu finden und sie auf ihre emotionale Reise zu schicken", sagt die Niederländerin mit karibischen Wurzeln. Das ist der Protagonistin ohne Zweifel gelungen. Am Ende der Reise wird die komplette Besetzung mit standing ovations und viel Applaus belohnt.

„Bodyguard – Das Musical“,  Rockhal, 21., und 22. Februar je 19.30 Uhr, 22.2. auch 15 Uhr, 23.2. nur 14 Uhr. Karten 37,90 bis 107,90 Euro.

www.rockhal.lu

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