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"Black 47" bei der Berlinale: Luxemburger Koproduktion im Wettbewerb
Kultur 2 2 Min. 15.01.2018

"Black 47" bei der Berlinale: Luxemburger Koproduktion im Wettbewerb

Hugo Weaving spielt einen der Protagonisten.

"Black 47" bei der Berlinale: Luxemburger Koproduktion im Wettbewerb

Hugo Weaving spielt einen der Protagonisten.
Foto: Samsa Film
Kultur 2 2 Min. 15.01.2018

"Black 47" bei der Berlinale: Luxemburger Koproduktion im Wettbewerb

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Die irisch-luxemburgische Koproduktion "Black 47" hat es in die Wettbewerbsauswahl der Berlinale geschafft.

(dco) - Die irisch-luxemburgische Koproduktion "Black 47" in der Regie von Lance Daly hat es in die Wettbewerbsauswahl der Berlinale (15. bis 25. Februar 2018) geschafft. Wie die Pressestelle des Festivals mitteilte, wird der Film, der Produktionshilfen vom Luxemburger Filmfund erhalten hat und Teil eines Kooperationsvertrags zwischen Irland und dem Großherzogtum ist, allerdings "außer Konkurrenz" in Berlin laufen – sprich: Er wird lediglich prominent gezeigt werden, aber nicht um einen der Bären wetteifern können.

"Allein das ist aber schon ein riesiger Erfolg", sagt Bernard Michaux, Produzent im Team der am Projekt "Black 47" beteiligten Luxemburger Produktionsfirma Samsa Film. "Es ist wunderbar, dass ein Projekt, wenn so viel Arbeit hineingesteckt wurde, sich so herausgehoben auf einer internationalen Plattform wie der Berlinale zeigen darf. Das spielt auch für die nachfolgende ,Karriere‘ des Films eine große Rolle." Wann der Film in den Luxemburger Kinos zu sehen sein wird, steht noch nicht fest.

"Black 47" ist nicht die erste Koproduktion, die es so hervorgehoben nach Berlin geschafft hat: Neben zahlreichen Produktionen in den Nebenreihen des Festivals, waren in den letzten Jahren "Irina Palm" von Sam Garbarski (2007) und "Mein bester Feind" von Wolfgang Murnberger (2011, ebenfalls außer Konkurrenz) im Hauptwettbewerb zu sehen.

Film um die "Great Famine"

Auch aus den Reihen des Filmfunds gab es lobende Worte: "Es freut mich sehr, dass das geklappt hat", sagt Filmfund-Direktor Guy Daleiden. "Nach der Koproduktion ,Es war einmal in Deutschland‘ im vergangenen Jahr, können wir wieder bei der Berlinale zeigen, was der Filmstandort Luxemburg inzwischen leisten kann", so Daleiden.

Der Film, der zur Zeit der großen Hungersnot Mitte des 19 Jahrhunderts angesiedelt ist, erzählt die Geschichte des jungen Connaught Ranger, der nach seinem Einsatz in der britischen Armee in seine irische Heimat zurückkehrt. Doch inzwischen wurde seine Familie von ihrem Land vertrieben und lebt in bitterster Armut. Ranger macht sich daran, die Verantwortlichen zu finden. Die Hauptrollen spielen Hugo Weaving (Matrix, Lord of the Rings), James Frecheville (Animal Kingdom) und  Stephen Rea (The Crying Game, V for Vendetta).

"Die Präsentation hat uns von Anfang an gut gefallen und es ist das  -  wenn ich mich recht entsinne -  inzwischen achte oder neunte Spielfilmprojekt, das wir innerhalb des luxemburgisch-irischen Kooperationsvertrags umsetzen. Und das einmal mehr mit großem Erfolg", so Guy Daleiden.

Luxemburg stellte laut dem Filmfund und Samsa Film bei dem Dreh und der Postproduktion vor allem Techniker:  Mit dabei waren unter anderem Jean-Francois Roqueplo (Key Grip (chef machinerie)), Raphael Thiry (Construction Manager), Nadia Masri (Script), Magdalena Labuz (Costumes), Gilbert Degrand (Chef Electro), Tiago Hof (Location Manager), Ken Fitzke (SFX Supervisor) und  Ricardo vaz Palma (Set-Fotograf).

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Schon in den kommenden Tagen könnten weitere in Luxemburg (ko-)produzierte Filme bei den Festivals für Aufsehen sorgen: Der neue Animationsfilm "Croc Blanc" von Oscar-Gewinner Alexandre Espigares (Mr. Hublot) läuft im Rahmen des Sundance Festivals und "Gutland" von Govinda van Maele stellt sich unter anderem im Wettbewerb des für den Nachwuchs wichtigen Max-Ophüls-Festivals in Saarbrücken.  

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