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Bildhauer Carl Fredrik Reuterswärd verstorben: Markenzeichen verknoteter Revolver
Vor dem Jean-Monet-Gebäude auf Kirchberg steht eines der Originale des berühmten Werks.

Bildhauer Carl Fredrik Reuterswärd verstorben: Markenzeichen verknoteter Revolver

Foto: Luc Ewen
Vor dem Jean-Monet-Gebäude auf Kirchberg steht eines der Originale des berühmten Werks.
Kultur 04.05.2016

Bildhauer Carl Fredrik Reuterswärd verstorben: Markenzeichen verknoteter Revolver

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Durch den Revolver mit verknotetem Lauf wurde er weltberühmt. Jetzt ist Carl Fredrik Reuterswärd gestorben.

(Reuters, AFP, L.E.) - Mit seinen vor dem UNO-Gebäude in New York und dem Luxemburger Jean-Monet-Gebäude aufgestellten Skulpturen eines Revolvers mit verknotetem Lauf wurde er weltberühmt. Jetzt ist Carl Fredrik Reuterswärd gestorben.

Wie seine Heimatstadt Landskrona heute mitteilte, verstarb der schwedische Bildhauer am Vortag im Alter von 81 Jahren. Er hatte 1989 einen Schlaganfall erlitten, seitdem kämpfte er mit gesundheitlichen Problemen. Reuterswärd schuf sein berühmtes Werk als Friedenssymbol. Er reagierte damit auf die Ermordung seines Freundes John Lennon am 8. Dezember 1980 in New York.

Hier eines der Duplikate in Stockholm.
Hier eines der Duplikate in Stockholm.
Foto: AFP

Ein weltweites Friedenssymbol

Das erste Original ist in der Heimat des Künstlers, im schwedischen Malmö zu sehen. Diese Bronzeskulptur stellt einen 45 kalibrigen Revolver dar, und wurde 1985 dort aufgestellt.

Zwei der ersten Skulpturen von „Non Violence“ erstand Luxemburg, das eine davon 1988 den Vereinten Nationen für die Platzierung in New York schenkte. Weitere Repliken des verknoteten Revolvers stehen unter anderem in Los Angeles, Stockholm, Berlin, Cape Town, Liverpool, Lausanne, Göteburg und Miami.

Reuterswärd wurde 1934 in Stockholm geboren. 1993 initiierte der Professor an der Academy of Fine Arts Stockholm das Non-Violence Projekt. Das Ziel dieser Bewegung war es, jugendliche Gewalt zu reduzieren und der Gesellschaft Wege aufzuzeichnen, Probleme auf friedliche Weise und ohne Gewalt zu lösen.

"La Grande Fleur qui marche" ist ein Werk von Reuterwärds Lehrmeister Léger.
"La Grande Fleur qui marche" ist ein Werk von Reuterwärds Lehrmeister Léger.
Foto: Guy Jallay

Reuterswärd war ein Schüler Fernand Légers, der einst für zentrale Dekorationen im New Yorker UNO-Gebäude verantwortlich zeichnete. Die Kopie eines Werkes dieses Lehrmeisters Reuterswärds, "La Grande Fleur qui marche", ist ebenfalls auf Kirchberg zu sehen. Es handelt sich hier um ein von Giovanni Teconi realisiertes Duplikat, das eine Keramik von Léger aus dem Jahre 1952 im Großformat reproduziert. Léger (1881-1955) wusste Gestalt und Raum, Bewegung und Rhythmus zu kombinieren und spielte eine aktive Rolle bei der Entwicklung der französischen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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