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Berlinale: Erste Preise vergeben
Kultur 3 3 Min. 04.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Berlinale: Erste Preise vergeben

Romy Lou Janinhoff gibt die Ulja in „Mission Ulja Funk“.

Berlinale: Erste Preise vergeben

Romy Lou Janinhoff gibt die Ulja in „Mission Ulja Funk“.
Foto: Ricardo Vaz Palma
Kultur 3 3 Min. 04.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Berlinale: Erste Preise vergeben

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Die Berlinale zeichnet Jugendproduktionen und Shorts aus. Die luxemburgische Koproduktion "Mission Ulja Funk" geht leer aus.

In einem trotz der Corona-Einschränkungen starken Wettbewerbsjahr - so die Spezialpreis-Jury und die Berlinale-Programmreihenverantwortliche - wurden die Preise in der Jugendreihe „Generation“ vergeben. 


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Die luxemburgische Koproduktion „Mission Ulja Funk“ von Regisseurin Barbara Kronenberg (koproduziert von Samsa Film) mit Luc Feit in einer der Hauptrollen ging dabei leider leer aus. Hier ein kurzer Ausschnitt (Belval ist im Hintergrund erkennbar). Die Auszeichnungen werden zwar aktuell im Rahmen des coronabedingt reduzierten Branchentreffs der Berlinale bekannt gegeben, werden aber erst bei dem öffentlichen Festivalteil im Juni an die Preisträger übergeben. 

Der Große Preis für den Besten Film im Wettbewerb Kplus wurde „Han Nan Xia Ri“ (Sommerflirren) von Han Shuai zuerkannt: „Der Film überzeugt durch seine starke visuelle Sprache und das hervorragende Zusammenspiel aller filmischen Ebenen. In diesem Sommermärchen, das immer wieder in einen Alptraum abzugleiten droht, ist in jeder Sekunde die Hitze spürbar, die schwüle Luft und der Druck, der auf der Hauptfigur lastet. Dabei bleibt der Fokus stets auf den Gefühlen und Wahrnehmungen der Kinder, wodurch sich der Schmerz, der die Suche nach sich selbst und dem eigenen Weg begleitet, nachempfinden lässt.“

Eine lobende Erwähnung gab es für „Una escuela en Cerro Hueso“ (Eine Schule in Cerro Hueso) von Betania Cappato: „Durch diese wunderschöne, herzerwärmende und starke filmische Vision werden die Zuschauer*innen zu einer eindringlichen spirituellen Reise eingeladen. Ein intimer und persönlicher Film, der Raum lässt und Raum schafft, nach Gemeinsamkeiten sucht, nicht nach Unterschieden, der aufgeschlossen in die Welt blickt und auf diese Weise ein feinfühliges, hoffnungsvolles Bild von Solidarität zeichnet.“ 


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Der Große Preis für den Besten Film im Wettbewerb 14plus ging an „La Mif“ (The Fam) von Fred Baillif: „Wie ein rauschender, energiegeladener, pulsierender Herzschlag treibt dieser Film seine Figuren und die Zuschauer*innen mit schonungsloser Ehrlichkeit durch verschiedene klug miteinander verwobene Geschichten und Ereignisse. Getragen wird er dabei von fesselnden und intensiven schauspielerischen Leistungen und hält stets seine Balance zwischen Stärke und Verletzlichkeit. Dieser Film entwickelt einen Sog, lässt einen nicht mehr los und trifft mitten ins Herz.“ 

Eine weitere Lobende Erwähnung erhielt „Cryptozoo“ von Dash Shaw. Die Jury-Begründung: „Während dieser Film feinfühlige Charaktere in einer ebenso schönen wie auch brutalen dystopischen Welt porträtiert, vermittelt er einen Hoffnungsschimmer und wirft zugleich große Fragen auf. Ein herausragendes Kunstwerk, das auf selbstverständliche Weise Themen wie Sex, Gender, Krieg, Gesellschaft und Beziehungen verhandelt. Ein Aufruf, Gesellschaft zu hinterfragen und dabei unsere Vorstellungskraft zu nutzen, um neue Perspektiven zu schaffen. Ein überwältigender, verstörender und visionärer Trip.“ 

Kategorie Kurzfilm

Der Goldene Bär für den Besten Kurzfilm wurde „Nanu Tudor“ (My Uncle Tudor) von Olga Lucovnicova verliehen: „In Nanu Tudor (My Uncle Tudor) führt uns Olga Lucovnicova durch den komplexen Prozess, einem Kindheitstrauma zu begegnen. Aus den Nahaufnahmen intimer Details des Familienhauses setzt sie Stück für Stück das Bild einer scheinbar idyllischen Welt zusammen, voll unschuldiger Nostalgie. Dem gegenüber stehen jedoch die Unterhaltungen mit ihrem Onkel Tudor, aus denen immer deutlicher die schrecklichen Erlebnisse ihrer Kindheit hervortreten, die er mal leugnet, mal eingesteht, ohne Reue zu zeigen. Präzise umkreist Lucovnicovas subtiler filmischer Blick ihre Familienmitglieder. Ihr persönlicher Mut zusammen mit ihrem herausragenden filmischen Können schaffen einen eindringlichen, emotional vielschichtigen Film.“ 

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Der Silberne Bär ging an „Xia Wu Guo Qu Le Yi Ban“ (Day Is Done) von Zhang Dalei: „Ein Familienbesuch beim Großvater wird zum langsamen, liebevollen Abschied zwischen ihm und seinem Enkelsohn. Die fein verwobenen Familiendynamiken und das hervorragende Schauspiel des Ensembles lassen uns in einen wahrhaftigen Moment im Leben der Figuren eintauchen. Die kunstvolle Inszenierung wirkt natürlich und unaufdringlich. In „Xia Wu Guo Qu Le Yi Ban (Day Is Done)“ zeichnet Zhang Dalei mit seiner reichen filmischen Sprache ein sensibles Familienporträt, das über die kurze Form hinausweist.“ 

Als „Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards“ setzte sich „Easter Eggs“ von Nicolas Keppens durch.

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