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Bei Marvin Gaye abgeschrieben? - Millionenklage gegen Ed Sheeran
Marvin Gayes (l.) "Let's Get It On" war ein Millionenhit. Ed Sheerans "Thinking Out Loud" klingt zumindest ähnlich.

Bei Marvin Gaye abgeschrieben? - Millionenklage gegen Ed Sheeran

Fotos: AFP/DPA
Marvin Gayes (l.) "Let's Get It On" war ein Millionenhit. Ed Sheerans "Thinking Out Loud" klingt zumindest ähnlich.
Kultur 2 29.06.2018

Bei Marvin Gaye abgeschrieben? - Millionenklage gegen Ed Sheeran

Ist Ed Sheerans Hit "Thinking Out Loud" eine Kopie von Marvin Gayes Soul-Klassiker "Let's Get it On"? Das behaupten zumindest die Rechteinhaber an dem Gaye-Song - und klagen auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

(dpa) - Der britische Popstar Ed Sheeran (27) ist auf Zahlung von 100 Millionen US-Dollar (rund 86 Millionen Euro) verklagt worden, weil er sich angeblich bei einem Song des Soulsängers Marvin Gaye bedient haben soll. Das berichtete am Freitag die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Gerichtsdokumente aus New York.

Sheeran, so der Vorwurf, habe unter anderem Rhythmus und Melodie des Gaye-Songs „Let's Get It On“ aus dem Jahr 1973 für seinen Hit „Thinking Out Loud“ verwendet. Kläger ist demnach eine Firma namens Structured Asset Sales (SAS), die einen Anteil an den Urheberrechten des Gaye-Songs hält.

Gaye wurde 1984 von seinem eigenen Vater bei einem Streit getötet - einen Tag vor seinem 45. Geburtstag.

Ähnliche Vorwürfe gegen Sheeran brachten bereits vor zwei Jahren die Erben des 2003 gestorbenen Edward Townsend vor. Townsend hatte „Let's Get It On“ gemeinsam mit Gaye geschrieben. Sheeran wies die Vorwürfe stets zurück. Laut BBC ist unklar, ob der Streit mit den Townsend-Erben beigelegt wurde.

Bereits 2015 waren die Popstars Pharrell Williams und Robin Thicke zu einer Vertragsstrafe von rund sieben Millionen Dollar verurteilt worden, weil sie ihren Sommerhit "Blurred Lines" nach Ansicht des Gerichts bei dem Gaye-Song "Got To Give It Up" abgekupfert hatten.


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