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„Avengers" retten mit großen Gefühlen die Welt
Kultur 3 2 Min. 27.04.2019 Aus unserem online-Archiv

„Avengers" retten mit großen Gefühlen die Welt

Seine Rüstung hat Bösewicht Thanos (Josh Brolin) an den Nagel gehängt, denn er hat sein Ziel erreicht: die Hälfte der Schöpfung mit einem Fingerschnippen auszulöschen.

„Avengers" retten mit großen Gefühlen die Welt

Seine Rüstung hat Bösewicht Thanos (Josh Brolin) an den Nagel gehängt, denn er hat sein Ziel erreicht: die Hälfte der Schöpfung mit einem Fingerschnippen auszulöschen.
Foto: Marvel Studios
Kultur 3 2 Min. 27.04.2019 Aus unserem online-Archiv

„Avengers" retten mit großen Gefühlen die Welt

Vesna ANDONOVIC
Vesna ANDONOVIC
Superhelden, die einfach das Zeitliche segnen: Beim Finale „Avengers: Endgame“ wird die Geschichte der „Infinity stones“ mit einem Paukenschlag aufgelöst. Eine kurzweilige Geschichte, die alle Register der ganz großen Gefühle zieht und dem Zuschauer viel Sitzleder abverlangt.

Diese Warnung gleich vorab: Bei diesem Film sollte es die XXL-Portion Popcorn sein und bestenfalls nimmt man sich gleich zwei Fläschchen Wasser mit – denn immerhin muss man geschlagene 181 Minuten (!) Sitzleder beweisen, um als Zuschauer das große Finale der Marvel-Superheldensaga, die die Avengers mit den Guardians of the Galaxy und vielen anderen Figuren wie Spiderman, Dr. Strange oder Captain Marvel zusammenführt, zu bestreiten. 

Aber die braucht es dann auch, um nur noch kurz die Welt zu retten.

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Rückblende auf das Ende des Vorgängerfilms „Avengers: Infinity War“: Thanos (Josh Brolin) blickt in den friedvollen Sonnenuntergang – hat er doch zuvor noch, trotz geballter Gegenwehr aller Helden aus diversen Universen, die sechs „Infinity stones“-Kraftsteine vereint und die Hälfte der Schöpfung einfach ausgelöscht. Damals sahen auch unsere Superhelden machtlos zu, wie viele ihrer Freunde plötzlich einfach zu Staub zerfielen.


(FILES) In this file photo taken on July 18, 2017 Comic-book writer, editor, and publisher Stan Lee places his hands in cement during his hand and footprint ceremony at TCL Chinese Theatre IMAX, in Hollywood, California. - Marvel legend Stan Lee, who revolutionized pop culture as the co-creator of iconic superheroes like Spider-Man and The Hulk who now dominate the world's movie screens, has died. He was 95 years old. Lee, the face of comic book culture in the United States, died early November 12, 2018 in Los Angeles, according to US entertainment outlets including The Hollywood Reporter. He had suffered a number of illnesses in recent years. (Photo by VALERIE MACON / AFP)
Comicautor Stan Lee ist tot
Viele seiner rund 350 Figuren waren menschlicher und nahbarer als die der Konkurrenz. Die Comic-Welt verliert einen Helden unter Superhelden.

So viel düsteres Drama ist man im schlagkräftigen und (meist) von feiner Selbstironie und viel Humor durchzogenen Marvel-Universum eigentlich nicht gewohnt – und auch der Abschluss der Saga, der große Showdown ist von dunklen Schatten überzogen. Denn viele der Helden, die dem Publikum in den letzten 22 Marvel-Filmen ans Herz gewachsen sind, wurden bzw. werden einfach ausgelöscht.

Gleichberechtigte Stars

Sich definitiv geschlagen geben wollen die Überlebenden aber nicht: Sie setzen zu einem letzten, verzweifelten Gegenschlag an – der dann auch so manches heldenhafte und dementsprechend dramatische Opfer fordert.

In ihrem Drehbuch gönnen sich Christopher Markus und Stephen McFeely einen Luxus, den die klassische Kosten-Nutzen-Rechnung heutzutage immer weniger zulässt: Sie nehmen sich Zeit auf die Emotionen und Entwicklungen ihrer Figuren einzugehen, um diese auch mal ohne Action in ihrer Verletzlichkeit zu beobachten – und den Schauspielern so ebenfalls Platz zu gewähren, ihr darstellerisches Können zu entfalten.

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Neben Neuzugang Brie Larson (Captain Marvel) und den guten alten bekannten Robert Downey Jr. als Iron Man und Captain America-Chris Evans tun dies Scarlett Johansson (Natasha Romanoff alias Black Widow), Mark Ruffalo (Bruce Banner alias Hulk), Chris Hemsworth (Thor) und Paul Rudd (Ant-Man). 

Doch auch Benedict Cumberbatch (Doctor Strange), Chris Pratt (Peter Quill alias Starlord), Chadwick Boseman (T'Challa alias Black Panther) und Tom Holland (Spiderman) kommen gleichberechtigt zum Zuge.

Mit allen Sinnen in die Action eintauchen

Um herauszufinden, wie und warum sie plötzlich wieder da sind, bedarf es Ausdauer für eine kurzweilig angelegte Geschichte, die nicht zögert, alle Register der ganz großen Gefühle zu ziehen und dabei eine geradezu mythologisch anmutende Dimension des Pflichtbewusstseins und der einhergehenden Selbstaufopferung gemeinsam mit einer zeitgemäßen Karte des „Einer für alle, alle für einen“-Teamgeists zu spielen, bei dem auch der „Frauen an die Macht“-Aspekt nicht fehlen darf.


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Am Ende bleibt ein einziger klitzekleiner Wermutstropfen bei diesem regelrechten Marvel-Familienfoto vor Weltuntergangskulisse: Das von eingefleischten Fans als schmerzhaft empfundene Wiedersehen mit dem Übervater all dieser Superhelden, dem verstorbenen Stan Lee, der durch seinen Cameoauftritt – hier im 70er-Jahre-Auto – allen bisherigen Filmen dieses sympathisch-menschliche gewisse Etwas verliehen hat.

Aber wahre Helden sterben ja bekanntlich nie – sie stehen einfach nur nicht alle wieder auf ...  


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