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Auszeichnung für "Desde allá": Goldener Löwe geht nach Venezuela
Kultur 1 13.09.2015

Auszeichnung für "Desde allá": Goldener Löwe geht nach Venezuela

Beim Filmfestival von Venedig ist „Desde allá“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Der Debütfilm erzählt von einer homoerotischen Beziehung zwischen einem jungen und einem älteren Mann.

(dpa) - Der Goldene Löwe des 72. Internationalen Filmfestivals Venedig geht nach Venezuela. „Desde allá“ des Regisseurs Lorenzo Vigas aus Venezuela gewann am Samstagabend die begehrte Trophäe.

Regisseur Lorenzo Vigas bekam die Trophäe für seinen Film "Desde allá".
Regisseur Lorenzo Vigas bekam die Trophäe für seinen Film "Desde allá".
REUTERS

Das bemerkenswerte und vielschichtige Drama ist Vigas' Debüt und erzählt von einer emotional und sexuell aufgeladenen Beziehung zwischen einem jungen und einem älteren Mann. Der englische Titel lautet „From Afar“. Es ist das erste Mal, dass der Goldene Löwe nach Südamerika geht. 

Die Stärke von Regisseur Lorenzo Vigas habe die Jury bewegt und überrascht, sagte Jurymitglied Diane Kruger nach der Preisverleihung. Das Drama erzähle eine „wunderbare menschliche Geschichte“, erklärte die deutsche Schauspielerin („Inglourious Basterds“).

Der Trailer zu „Desde allá“:

Der Große Preis der Jury ging an den Animationsfilm „Anomalisa“ der US-Amerikaner Charlie Kaufman und Duke Johnson. Der Film über einen einsamen Mann und dessen Suche nach Glück wurde mit puppenähnlichen Figuren gedreht. Der Türke Emin Alper wurde für sein düsteres Werk „Abluka“ mit dem Spezialpreis der Jury geehrt. Alper zeigt darin ein vom Bürgerkrieg erschüttertes Istanbul.

21 Filme konkurrierten um die Trophäe

Gleich zwei Auszeichnungen gab es für die französische Komödie „L'hermine“: Regisseur Christian Vincent gewann für das beste Drehbuch, Fabrice Luchini als bester Darsteller. Als beste Schauspielerin wurde die Italienerin Valeria Golino für „Per amor vostro“ von Giuseppe M. Gaudino ausgezeichnet. Der Preis für die beste Regie ging an den Argentinier Pablo Trapero für „El Clan“.

Im Wettbewerb hatten 21 Beiträge um die Preise konkurriert. Präsident der neunköpfigen Jury war der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón („Gravity“). Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt.


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