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Aus dem Videoarchiv: Dreharbeiten zu „Boule et Bill“
Kultur 26.02.2013

Aus dem Videoarchiv: Dreharbeiten zu „Boule et Bill“

Kultur 26.02.2013

Aus dem Videoarchiv: Dreharbeiten zu „Boule et Bill“

Der im Tierasyl ein trauriges Leben fristende Bill kommt zu Boules Familie, das zeigt der Film zum Comic "Boule et Bill", der derzeit in Contern gedreht wird. wort.lu war ebenfalls mit einer Kamera dabei.

(vac) - Vor Wochen war in Contern ein edles Pariser Kaufhaus untergebracht, nun taucht man bei Betreten des dortigen Filmstudios in eine Familienwohnung der 70er- Jahre ein. Das französische Duo Alexandre Charlot und Franck Magnier dreht dort nämlich seit dem 23. April und noch bis zum 9. Juni mit der „Bidibul Productions“-Koproduktion und Adaptierung von Jean Robas Comic „Boule et Bill“ seine zweite Regiearbeit, auf deren Besetzungsliste sich neben dem u. a. aus „Camping“ oder „Bienvenue à bord“ bekannten Komiker Franck Dubosc ebenfalls Marina Foïs, Charles Crombez als quirliger Rotschopf Boule und natürlich sein treuer Freund, der English Cocker Spaniel Bill, befinden.

Wie einen Comic für die große Leinwand adaptieren, der hauptsächlich aus kurzen Gag-Episoden besteht, die über 30 Bände füllen? Keine einfache Problemstellung, selbst für gestandene Drehbuchautoren wie Alexandre Charlot und Franck Magnier, die sich ihre Sporen in den Fernsehkulissen der „Canal+“-Kultsendung „Les guignols de l'info“ verdienten und seit ihrem „Umzug“, 2000, von der Flimmerkiste auf die große Leinwand mit Filmen wie „Astérix aux jeux olympiques“ oder „Bienvenue chez les Ch'tis“ aufwarten können.

„Nun, wir haben uns sozusagen auf die ,Vorgeschichte‘ beschränkt, die erzählt, wie der im Tierasyl ein trauriges Leben fristende Bill zu Boules Familie kam“, führt Alex Charlot aus. Dabei habe man die Geschichte in die 70er-Jahre versetzt, weil man sehr viele persönliche Jugenderinnerungen aus der Zeit und an den eigenen Hund, den man damals besaß, mit einfließen lassen konnte, ergänzt sein Kollege Magnier, und fügt hinzu: „Dabei soll der ,Retro-Charme‘ unseres Films weder museal wirken noch den Zuschauer erschlagen – dank feiner Details wird die Epoche angedeutet.“