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Appell für mehr Meinungsfreiheit: Rushdie bei Eröffnung der Frankfurter Buchmesse
Kultur 13.10.2015

Appell für mehr Meinungsfreiheit: Rushdie bei Eröffnung der Frankfurter Buchmesse

Salman Rushdie rief bei der Eröffnungspressekonferenz zum weltweiten Kampf für die Meinungsfreiheit auf.

Appell für mehr Meinungsfreiheit: Rushdie bei Eröffnung der Frankfurter Buchmesse

Salman Rushdie rief bei der Eröffnungspressekonferenz zum weltweiten Kampf für die Meinungsfreiheit auf.
REUTERS
Kultur 13.10.2015

Appell für mehr Meinungsfreiheit: Rushdie bei Eröffnung der Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse startet am Dienstag mit 7000 Ausstellern. Zur Eröffnung der Veranstaltung, die in diesem Jahr Indonesien als Gastland begrüßt, kam Starautor Salman Rushdie.

(dpa) - In Frankfurt wird am späten Dienstagnachmittag offiziell die 67. Buchmesse eröffnet. Mehr als 7000 Aussteller aus rund 100 Ländern werden zum weltgrößten Branchentreff bis zum 18. Oktober erwartet. Gastland ist dieses Jahr Indonesien.

Stargast noch vor der offiziellen Eröffnung war der britisch-indische Autor Salman Rushdie („Satanische Verse“). Er rief bei der Eröffnungspressekonferenz zum weltweiten Kampf für die Meinungsfreiheit auf. Sie sei insbesondere durch religiöse Intoleranz bedroht, sagte der 68-Jährige. „Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine anderen Rechte.“

Rushdie war nach seinem Buch „Die satanischen Verse“ 1989 mit einer „Fatwa“ belegt worden. Radikale Muslime hatten seinen Roman als gotteslästerlich empfunden und ein Todesurteil über ihn verhängt. Er lebte jahrelang im Untergrund. Wegen der Anwesenheit Rushdies hat der Iran seine Teilnahme an der Messe abgesagt.

Gastland ist in diesem Jahr Indonesien.
Gastland ist in diesem Jahr Indonesien.
AFP


"Politischste" Messe seit langem

Im neuen Buch, das vor wenigen Wochen auf den Markt kam, beschäftigt sich Rushdie erneut mit religiösem Fanatismus. Die Organisatoren in Frankfurt haben dieses Jahr die „politischste“ Messe seit langem versprochen. Die Buchmesse wird von einer Tochter des Dachverbands der deutschen Buchbranche organisiert.

Am Montagabend wurde der Preisträger des Deutschen Buchpreises 2015 verkündet. Frank Witzel machte mit seinem Roman über die alte Bundesrepublik das Rennen. Das Buch mit dem Titel „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde als beste deutschsprachige literarische Neuerscheinung des Jahres ausgezeichnet. Witzels Buch, von der Kritik hochgelobt, galt im Wettbewerb aber eher als Außenseiter.

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