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Angeblich schwere Grippe-Erkrankung: Poplegende Prince ist tot
Kultur 19 1 2 Min. 22.04.2016

Angeblich schwere Grippe-Erkrankung: Poplegende Prince ist tot

Prince fiel immer wieder durch seine gewagten Outfits auf.

Angeblich schwere Grippe-Erkrankung: Poplegende Prince ist tot

Prince fiel immer wieder durch seine gewagten Outfits auf.
Foto: AFP
Kultur 19 1 2 Min. 22.04.2016

Angeblich schwere Grippe-Erkrankung: Poplegende Prince ist tot

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Er galt als einer der einflussreichsten Musiker der 80er und 90er Jahre. Am Donnerstag ist Prince („Purple Rain“) im Alter von 57 Jahren gestorben. Die genaue Todesursache ist unklar.

(vb/ps/dpa) - Trauer, Bestürzung und offene Fragen nach dem Tod von Prince: Der amerikanische Popmusiker ist am Donnerstag überraschend im Alter von 57 Jahren gestorben. Der Künstler starb in seinem Anwesen in Minnesota, wie eine Sprecherin des Sängers sagte. Die Todesursache werde derzeit untersucht, teilte der stellvertretende Sheriff Jason Kamerud mit. Das Autopsieergebnis könnte "in wenigen Tagen" vorliegen.

Nach den Angaben der Polizei war am Donnerstagvormittag (Ortszeit) ein Notruf von den Paisley Park Studios in Chanhassen eingegangen. Der Künstler sei regungslos in einem Aufzug gefunden worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Erst vor wenigen Tagen war Prince in einem Krankenhaus wegen einer Grippe behandelt worden. Zuletzt hatte der Musiker aus gesundheitlichen Gründen nach Medienberichten auch zwei Konzerte abgesagt.

Prince war ein Superstar in de 80er und 90er Jahren, als er mit tanzbarem Funk und extravaganten Kostümen ins Rampenlicht trat. Sein Name wurde in einem Atemzug mit Madonna und Michael Jackson genannt. Berühmt wurde sein viel gerühmtes Album „Purple Rain“ und dem gleichnamigen Welthit.

Prince performt "Purple Rain" in der Halbzeitshow beim Super Bowl 2007:

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Mit seinem einzigartigen Stil zwischen R&B, Funk, Rock und Soul galt Prince als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Der siebenfache Grammy-Gewinner ging sehr häufig auf Tour. Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker.

Er nahm hunderte Titel auf, die bis heute unveröffentlicht sind. Immer wieder experimentierte er mit verschiedenen Stilen und band diese zu einem unverwechselbaren Werk zusammen.

Im Juli 2011 stand Prince in Luxemburg auf der Bühne der Rockhal.

Auch Obama trauert um Prince

Kaum war die Nachricht veröffentlicht, trauerten auch die Fans auf Twitter und Facebook. Bereits mehr als 400.000 Tweets lassen sich unter #Prince finden. Darunter auch von bekannten Stars, die sich fassungslos zeigen:






"Heute haben wir eine kreative Ikone verloren", hieß es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung von US-Präsident Barack Obama, der sich zurzeit in London aufhält, sowie seiner Frau Michelle. "Wenige Künstler haben den Sound und die Richtung der Popmusik so deutlich beeinflusst und so viele Leute mit ihrer Kunst berührt", schrieb Obama. "Er war ein virtuoser Instrumentalist, ein brillanter Bandleader und ein elektrisierender Bühnenkünstler."

"Taub. Fassungslos. Das kann nicht echt sein“, schrieb Sänger Justin Timberlake. „Prince kann nicht sterben“, twitterte der Rapper Ice-T. „Ein gewaltiger Verlust für uns alle! Was für ein Genie! Sprachlos“, schrieb der Schauspieler Samuel Jackson. Prince sei „brillant und größer als das Leben gewesen“, twitterte die TV-Moderatorin Ellen DeGeneres. „Was für ein trauriger Tag.“

Trauer in Minneapolis

Prince sei einer der begabtesten Talente aller Zeiten gewesen, teilte die Recording Academy mit, die jedes Jahr die Grammys verleiht. „Niemals konformistisch hat er unsere musikalische Landschaft neu definiert und für immer verändert. Prince war ein Original, das so viele beeinflusst hat, und sein Erbe wird für immer fortleben.“

Trauer herrschte auch in Minneapolis, der Heimatstadt des Künstlers. Prince habe seine Liebe für die Stadt in vielen Liedern zum Ausdruck gebracht, schrieb Bürgermeisterin Betsy Hodges auf ihrer Webseite. Er war anders als Viele und er half seinen Fans, ihre Andersartigkeit und Individualität auszuleben, pries Hodges den Sänger. Zu Ehren von Prince und seinem Hit "Purple Rain" wollte die Stadt Brücken in Minneapolis lilafarben anstrahlen.

Vor dem Studio von Prince in Minnesota legten Fans Blumen nieder.
Vor dem Studio von Prince in Minnesota legten Fans Blumen nieder.
AFP


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