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Amos Oz gestorben
Kultur 28.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Amos Oz gestorben

Amos Oz erlag einem Krebsleiden.

Amos Oz gestorben

Amos Oz erlag einem Krebsleiden.
AFP
Kultur 28.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Amos Oz gestorben

Der israelische Schriftsteller Amos Oz ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 79 Jahren in Jerusalem, wie seine Tochter Fania Oz-Salzberger auf Twitter mitteilte.


Foto: LW-Archiv

(KNA/dpa) - Der israelische Schriftsteller Amos Oz ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 79 Jahren in Jerusalem, wie seine Tochter Fania Oz-Salzberger auf Twitter mitteilte.

Ein halbes Jahr vor seinem 80. Geburtstag erlag er einem Krebsleiden. Der Schriftsteller, Journalist und Mitbegründer der politischen Bewegung "Peace Now" wurde am 4. Mai 1939 in Jerusalem geboren. Er studierte Literatur und Philosophie an der Hebräischen Universität.


„Die Seele ist der schlimmste Feind“
Die Schweizer Schauspielerin Charlotte Schwab liest am Freitag in Marnach aus dem Roman „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz. Ein Interview.

Für seine Romane, Erzählungen, Essays und Kinderbücher wurde er vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den kirchlichen "Mount Zion Award" für seinen Roman "Judas". Er hasse die Geschichte von Judas und von den umgerechnet 600 Euro Bestechungsgeld für einen verräterischen Kuss, der für 2.000 Jahre Hass und Verfolgung über das jüdische Volk bringen sollte, sagte Oz in seiner Dankesrede bei der Preisverleihung im Oktober 2017 in der Jerusalemer Dormitio-Abtei.

Von 1987 bis 2005 war er Professor für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität. 1993 erhielt er dort den Agnon-Lehrstuhl für moderne hebräische Literatur.

Oz kam 1939 unter dem Namen Amos Klausner in Jerusalem als Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine zur Welt. Als Zwölfjähriger erlebte er den Selbstmord seiner Mutter mit. Die schwere Erschütterung, die sein Leben zutiefst prägte, beschrieb er in seinem autobiografischen Roman „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“. Der Autor schrieb zahlreiche weitere Romane, wurde weltweit ausgezeichnet und galt immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis.