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Gold für Ungarn
Kultur 3 Min. 18.02.2017 Aus unserem online-Archiv
67. Berlinale

Gold für Ungarn

Ildiko Enyedi hat den goldenen Bären für den Film "On Body and Soul" erhalten.
67. Berlinale

Gold für Ungarn

Ildiko Enyedi hat den goldenen Bären für den Film "On Body and Soul" erhalten.
Foto: AFP
Kultur 3 Min. 18.02.2017 Aus unserem online-Archiv
67. Berlinale

Gold für Ungarn

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm „Körper und Seele“ von Ildikó Enyedi.

(dpa) - Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm „Körper und Seele“ („Teströl és lélekröl“) von Ildikó Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven („Elle“, „Basic Instinct“) am Samstagabend in Berlin bekannt.

Ungarn holte den Goldenen Bären zuletzt vor 42 Jahren. Die Regisseurin Márta Mészáros gewann die Trophäe im Jahr 1975 für ihren Film für „Die Adoption“.

Silberner Bär für Schauspielerin Kim Min-hee

Kim Min-hee
Kim Min-hee
Foto: AFP

Die südkoreanische Schauspielerin Kim Min-hee (34) ist bei der Berlinale mit dem silbernen Bären ausgezeichnet worden.

Sie erhielt die Trophäe bei der Verleihung am Samstagabend für ihre Rolle in dem Film „On the Beach at Night Alone“ („Bamui haebyun-eoseo honja“) von Hong Sang-soo. Darin geht es um eine Schauspielerin, die sich nach einer Affäre mit einem verheirateten Regisseur eine Auszeit nimmt.

Georg Friedrich zum besten Schauspieler gekürt

Georg Friedrich mit seiner Trophäe.
Georg Friedrich mit seiner Trophäe.
Foto: AFP

Der österreichische Schauspieler Georg Friedrich (50) hat den Silbernen Bären als bester Schauspieler gewonnen. Er bekam den Preis für seine Rolle in dem deutschen Wettbewerbsbeitrag „Helle Nächte“ von Thomas Arslan. In dem Roadmovie spielt er einen Vater, der versucht, Nähe zu seinem halbwüchsigen Sohn aufzubauen. Bei den Filmfestspielen war Friedrich außerdem in Josef Haders „Wilde Maus“ zu sehen.

Großer Preis der Jury für "Félicité"

Alain Gomis
Alain Gomis
Foto: AFP

Das im Kongo spielende Drama „Félicité“ von Alain Gomis hat den Großen Preis der Jury gewonnen. Das gab die internationale Jury der 67. Berliner Filmfestspiele am Samstagabend bekannt. Der Film erzählt von einer Bar-Sängerin, die verzweifelt versucht, Geld für die Operation ihres verunglückten Sohnes aufzutreiben.

Regie-Bär für Aki Kaurismäki

Aki Kaurismaki
Aki Kaurismaki
Foto: Reuters

Der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki (59) ist am Samstag bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet worden. Sein Drama „Die andere Seite der Hoffnung“ über einen syrischen Flüchtling in Helsinki galt bei dem Filmfestival als einer der Favoriten. Kaurismäki drehte international erfolgreiche Produktionen wie „Leningrad Cowboys Go America“ oder „Der Mann ohne Vergangenheit“. Gerade kündigte er in einem Interview an, keine weitere Filme mehr machen zu wollen.

Bestes Drehbuch für „A Fantastic Woman“-Autoren

Der chilenische Filmemacher Sebastián Lelio und sein Kollege Gonzalo Maza haben den Silbernen Bären für das beste Drehbuch bekommen. Das verkündete die Jury am Samstagabend bei der Verleihung in Berlin. „A Fantastic Woman“ („Una Mujer Fantástica“) handelt von einer Transgender-Frau, die nach dem Tod ihres Lebenspartners von der Familie des Verstorbenen ausgegrenzt wird.

Agnieszka Holland erhält Alfred-Bauer-Preis

Agnieszka Holland
Agnieszka Holland
Foto: AFP

Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland (68) ist mit dem Alfred-Bauer-Preis geehrt worden. Sie erhielt die Trophäe bei der Verleihung am Samstagabend für den Öko-Thriller „Pokot“. Der Preis würdigt einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet. Hollands schwarzhumoriger Film dreht sich um eine mysteriöse Mordserie an Jägern.

Die Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung ging an Dana Bunescu für den Schnitt des psychologischen Liebesdrama „Ana, mon amour“ (Regie Calin Peter Netzer/Rumänien).

Erster Bär für eine Doku

Erstmals wurde bei der von Anke Engelke moderierten Gala im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz auch ein Silberner Bär für die beste Dokumentation verliehen. Den mit 50 000 Euro dotierte Preis gab es für „Ghost Hunting“ („Istiyad Ashbah“) des palästinensischen Regisseurs Raed Andoni. Der Film lief in der Reihe Panorama Dokumente.

Im Berlinale-Wettbewerb konkurrierten 18 Filme aus aller Welt. Bei dem elftägigen Festival waren in den verschiedenen Reihen insgesamt knapp 400 neue Regiearbeiten zu sehen. Am Sonntag gehen die Berliner Filmfestspiele mit dem Berlinale-Kinotag zu Ende, an dem noch einmal die Highlights gezeigt werden.



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