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42 Teilnehmerländer beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel
Kultur 2 Min. 07.11.2018

42 Teilnehmerländer beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel

Die Sängerin Netta aus Israel freut sich beim Finale des 63. Eurovision Song Contests über ihren Sieg.

42 Teilnehmerländer beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel

Die Sängerin Netta aus Israel freut sich beim Finale des 63. Eurovision Song Contests über ihren Sieg.
Jörg Carstensen/dpa
Kultur 2 Min. 07.11.2018

42 Teilnehmerländer beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel

Die Teilnehmerzahl steht, das Motto des ESC 2019 auch - nun muss sich Tel Aviv für den Ansturm der Gäste wappnen. Die Hotelpreise schießen für die Zeit des Finales bereits in die Höhe.

(dpa) - Ungeachtet eines Boykottaufrufes wollen am Eurovision Song Contest (ESC) 2019 in Israel insgesamt 42 Länder teilnehmen. „42 Länder werden es in Tel Aviv beim Eurovision Song Contest 2019 wagen, zu träumen“, teilte die Europäische Rundfunkunion als Veranstalter am Mittwoch auf Twitter mit. Nur Bulgarien nimmt aus finanziellen Gründen nicht am Wettbewerb teil, wie der zuständige Fernsehsender mitteilte.

„Dare to Dream“ (zu träumen wagen) ist das Motto des ESC 2019. Der Wettbewerb soll vom 14. bis zum 18. Mai im Expo-Kongresszentrum im Norden Tel Avivs stattfinden. Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song „Toy“ den ESC in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in dem Land statt.

Preise von Hotelzimmern schießen in die Höhe

Die Küstenstadt Tel Aviv mit ihren rund 430 000 Einwohnern erwartet rund 20 000 Besucher zu dem Wettbewerb. Die sowieso schon vergleichsweise hohen Preise für Hotelzimmer sind für diese Zeit teilweise massiv gestiegen. Kostet etwa eine Nacht in einem Viereinhalb-Sterne-Hotel Mitte April noch 192 Euro, so sind es einen Monat später, zum Zeitpunkt des ESC, schon 401 Euro.


ARCHIV - 12.05.2018, Lissabon, Portugal: Die Sängerin Netta aus Israel freut sich beim Finale des 63. Eurovision Song Contest über ihren Sieg. Der Eurovision Song Contest (ESC) kann mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr in Israel stattfinden. Nach Beilegung eines Streits um den für die Übertragung des ESC zuständigen Fernsehsender Kan hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) dessen vorläufige Mitgliedschaft verlängert. (zu dpa "Ein Hindernis weniger: Israel kann ESC-Gastgeber werden" vom 28.06.2018) Foto: Jörg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Plagiatsvorwürfe gegen ESC-Siegerlied „Toy“
Den Komponisten des ESC-Siegerliedes „Toy“ droht laut israelischen Medienberichten ein Verfahren wegen Plagiatsvorwürfen.

Nun versucht die Stadt selbst, Betten zu moderaten Preisen bereitzustellen. Zurzeit wird an einer möglichen Kooperation mit zwei Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Die Schiffe sollen vor der Küste ankern. Shuttles sollen die Gäste an die Häfen Tel Avivs und Jaffas bringen. Durch diese schwimmenden Hotels sollen Hunderte zusätzlicher Betten geschaffen werden.

Streit gibt es nach Angaben der für die Übertragung zuständigen Sendeanstalt Kan nach wie vor um die Finanzierung. Das Gesamtbudget für die Veranstaltung betrage 150 Millionen Schekel (rund 35,6 Millionen Euro). Werbeeinnahmen und Sponsoren sollten davon 50 Millionen Schekel (rund 12 Millionen Euro) einbringen. Die restlichen 100 Millionen Schekel (rund 24 Millionen Euro) solle die Regierung zusteuern.

Boykottaufruf von Kulturschaffenden

Das Geld habe Kan allerdings noch nicht erhalten, kritisierte der Sender. Ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie eine Sprecherin des Finanzministeriums äußerten sich zunächst nicht dazu.

Im September hatten sich Dutzende Kulturschaffende gegen die Ausrichtung des ESC in Israel ausgesprochen. Als Grund für den Boykottaufruf wurden Menschenrechtsverletzungen des Landes gegen Palästinenser genannt. Boykottaufrufe gegen Israel gibt es immer wieder. Sie sind umstritten, weil Kritiker darin die Grenze zum Antisemitismus überschritten sehen.

Die Europäische Rundfunkunion hat wiederum nach Medienberichten unter anderem die Zusage von Israel gefordert, dass Visa ohne Blick auf politische Ansichten vergeben werden. Israel hatte im Januar angekündigt, Aktivisten bestimmter Organisationen, die zu einem Israel-Boykott aufrufen, die Einreise zu verweigern.


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