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200.000 Euro-Preis für "Colonia Dignidad"
Kultur 2 Min. 17.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Bayerischer Filmpreis: Auszeichnung für Luxemburger Koproduktion

200.000 Euro-Preis für "Colonia Dignidad"

Florian Gallenbergers Film wurde u.a. im Luxemburger Schiefermuseum gedreht.
Bayerischer Filmpreis: Auszeichnung für Luxemburger Koproduktion

200.000 Euro-Preis für "Colonia Dignidad"

Florian Gallenbergers Film wurde u.a. im Luxemburger Schiefermuseum gedreht.
Foto: Iris Productions/Ricardo Vaz Palma
Kultur 2 Min. 17.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Bayerischer Filmpreis: Auszeichnung für Luxemburger Koproduktion

200.000 Euro-Preis für "Colonia Dignidad"

Der von der Luxemburger „Iris Productions“ mit getragene, vom hiesigen Film Fund mitfinanzierte und zum Teil auch im Großherzogtum gedrehte historische Thriller „Colonia Dignidad“ mit Daniel Brühl und Emma Watson ist beim Bayerischen Filmpreis mit dem Produzentenpreis ausgezeichnet worden.

Der von der Luxemburger „Iris Productions“ mit getragene, vom hiesigen Film Fund mitfinanzierte und zum Teil auch im Großherzogtum gedrehte historische Thriller „Colonia Dignidad“ mit Daniel Brühl und Emma Watson, an deren Seite u.a. Vicky Krieps spielt, ist beim Bayerischen Filmpreis mit dem Produzentenpreis ausgezeichnet worden.

Der Film über die Verstrickung der Sekte Colonia Dignidad mit der chilenischen Militärdiktatur sei spannend und mitreißend und setze ein Mahnmal gegen totalitäre Systeme, sexuellen Missbrauch sowie Infiltrierung und Unterdrückung, begründete die Jury am Freitagabend in München ihre Entscheidung.

Der mit 200 000 Euro dotierte Preis ging an die deutschen Produzenten Benjamin Herrmann und Christian Becker, die den von Florian Gallenberger inszenierten Streifen gemeinsam mit dem Luxemburger Kollegen Nicolas Steil produziert haben.

Besondere Würdigungen

Bei der Gala im Prinzregententheater verlieh die Staatsregierung Preise im Wert von rund 300 000 Euro an Filmschaffende. 

Der Regiepreis ging an Kai Wessel für „Nebel im August“. Wessel und die Darsteller machten aus der 1942 spielenden Geschichte über das Schicksal von Heimkindern ein beeindruckendes Kinoerlebnis, das zu Herzen gehe, hieß es in der Begründung.

Beste Darstellerin wurde Rosalie Thomass. In Doris Dörries „Grüße aus Fukushima“ reist sie in die japanische Präfektur, um zu helfen. Dort ist sie nicht nur mit den schlimmen Folgen des Tsunamis und der Atomkatastrophe konfrontiert, sondern auch mit ihrem Kummer über ihre verlorene große Liebe.

Rechtsextreme Umtriebe

Auch Burghart Klaußner bekam einen Preis – für „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Als hessischer Generalstaatsanwalt will er die Untaten von führenden NS-Verbrechern aufklären. Mit einfühlsamer Darstellung bringe Klaußner die damalige Zeit einer jungen Generation nahe, in der oft nur eine vage Ahnung herrsche über das, was die Großeltern erlebten, fanden die Preisrichter.

Auch Burhan Qurbani und Martin Behnke setzen sich mit rechtsextremen Umtrieben auseinander. „Wir sind jung. Wir sind stark“ thematisiert die schlimmen Übergriffe auf Ausländer in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 und wurde für sein exzellentes Drehbuch gewürdigt.

Lob für Kassenschlager

Viel Lob auf großer Bühne gab es für den Kassenschlager „Fack ju Göhte 2“. Das Schüler-Ensemble des Streifens von Bora Dagtekin bekam den Preis für die besten Nachwuchsdarsteller. „Diese jungen Darsteller haben jetzt schon Filmgeschichte geschrieben“, jubelten die Juroren. „Da kann man nur gespannt sein, was noch alles kommt!“

Die bei Kritikern und Publikum beliebte Literaturverfilmung „Heidi“ gewann in der Kategorie Kinderfilm, Til Schweigers „Honig im Kopf“ sicherte sich den Publikumspreis.


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Sie ist heiß begehrt und gilt als Pendant zum Oscar: Zum 66. Mal wurde an diesem Freitag die Lola verliehen. Abräumer des Abends: Der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“.
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