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Zwei Tote: Gefährlicher Vulkanausbruch auf den Philippinen
International 4 2 Min. 13.01.2020

Zwei Tote: Gefährlicher Vulkanausbruch auf den Philippinen

Ein Bewohner der Stadt Tanauan auf den Philippinen entfernt Schlamm und Asche von seinem Auslegerboot, während im Hintergrund eine Rauchwolke über dem Vulkan Taal aufsteigt.

Zwei Tote: Gefährlicher Vulkanausbruch auf den Philippinen

Ein Bewohner der Stadt Tanauan auf den Philippinen entfernt Schlamm und Asche von seinem Auslegerboot, während im Hintergrund eine Rauchwolke über dem Vulkan Taal aufsteigt.
Foto: AFP/Ted Aljibe
International 4 2 Min. 13.01.2020

Zwei Tote: Gefährlicher Vulkanausbruch auf den Philippinen

Aus dem Vulkan Taal südlich von Manila ergoss sich am Montag Lava. Tausende Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht.

(dpa) -  Ein gefährlicher Vulkan auf den Philippinen treibt weiter die Bewohner der dicht besiedelten Gegend in die Flucht. Für den Vulkan Taal südlich der Hauptstadt Manila galt auch am Mittwoch noch die Gefahrenstufe 4 von 5 - wie schon seit Sonntag. Noch immer könnte innerhalb von Stunden oder Tagen ein gefährlicher, explosiver Ausbruch kommen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde haben sich bereits mehr als 53.000 Menschen in Sicherheit gebracht.


HANDOUT - 09.12.2019, Neuseeland, White Island: Dieses vom Auckland Rescue Helicopter Trust am 09.12.2019 zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen rauchenden Vulkan auf der White Island. Aus dem Tagesausflug auf eine Vulkaninsel vor der Küste Neuseelands ist möglicherweise für etwa ein Dutzend Urlauber ein tödliches Abenteuer geworden. Foto: Supplied/AUCKLAND RESCUE HELICOPTER TRUST/AAP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Neuseeländische Polizei: Alle Toten und Vermissten identifiziert
Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs 47 Menschen auf der White Island. Die Todesopfer waren zwischen 13 und 53 Jahre alt und kamen größtenteils aus den USA und aus Australien.

Einige Menschen blieben aber bei ihren Tieren und ihren Häusern, oder sie machten sich aus den vollen Evakuierungszentren auf den Weg zurück. Notfallhelfer, Polizei und Militär zogen durch die Städte. "Der Vulkan ist so unberechenbar, dass wir ihnen sagen, sie können nicht in der Stadt bleiben oder zu ihren Häusern zurück", sagte Danilo Manala, der Polizeichef von Agoncillo.  

Mindestens zwei Todesopfer forderte der Vulkan bereits. Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 65 Jahre alte Frau und einen 27 Jahre alten Mann. Sie kamen nach Behördenangaben in den vergangenen Tagen während der Evakuierung durch Herzversagen ums Leben. In Calamba kam am Montag ein Mann bei einem Verkehrsunfall im Ascheregen ums Leben, drei Menschen wurden laut Polizei verletzt.

Ausnahmezustand seit Sonntag

Aus dem nahe der Hauptstadt Manila gelegenen Vulkan Taal ergoss sich am Montag Lava. Das seismologische Institut Phivolcs warnte, der Vulkan sei weiter gefährlich aktiv. Über Nacht seien mindestens 75 vulkanische Beben registriert worden.

Der über Nacht stillgelegte Flughafen von Manila nahm den Betrieb am Montagmittag (Ortszeit) zum Teil wieder auf. Fast 200 In- und Auslandsflüge waren gestrichen worden.

Der Taal liegt auf der philippinischen Hauptinsel Luzon etwa 66 Kilometer südlich von Manila in der Provinz Batangas. Der Vulkan ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem wegen des im Vulkankessel gelegenen Sees samt Insel.

Die Behörden schätzten am Montag, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen, falls es schlimmer wird. Bereits 45.000 Menschen hatten sich schon in Sicherheit bringen müssen, darunter Touristen. Asche und Steine regneten auf Häuser, Straßen, Autos und Bäume. Durch den Regen verwandelte sich die Asche in Schlamm. Auf Bildern ist zu sehen, wie Straßen und Autos von Ascheschlamm überzogen sind. Die Aschewolke reichte bis zu 15 Kilometer in die Höhe.

Der Taal ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan des südostasiatischen Inselstaats. Laut dem philippinischen Institut Phivolcs ist er seit dem Jahr 1572 insgesamt 33 Mal ausgebrochen. Der bislang letzte große Ausbruch war 1977, der verheerendste 1911 - damals starben mehr als 1300 Menschen.


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