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Zwei Tote bei Waldbränden in Colorado
International 25.10.2020

Zwei Tote bei Waldbränden in Colorado

Die Waldbrände haben bereits zwei Todesopfer gefordert.

Zwei Tote bei Waldbränden in Colorado

Die Waldbrände haben bereits zwei Todesopfer gefordert.
Foto: AFP
International 25.10.2020

Zwei Tote bei Waldbränden in Colorado

In den Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado lodern Waldbrände. Sie kommen auch kleinen Ortschaften bedrohlich nahe.

(dpa) - Ein derzeit im US-Bundesstaat Colorado wütender Waldbrand hat sich über das Wochenende weiter ausgedehnt. Das sogenannte East-Troublesome-Feuer näherte sich am Samstag (Ortszeit) dem Ort Estes Park am Eingang des Rocky-Mountain-Nationalparks, wie die Zeitung „Colorado Springs Gazette“ unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete.

Die Flammen seien teilweise bis auf eine halbe Meile (etwa 800 Meter) herangerückt, hieß es. Die geschätzt knapp 6.000 Einwohner hatten bereits zuvor den Ort verlassen müssen.

Älteres Ehepaar tot zuhause aufgefunden

Dasselbe Feuer hatte zuvor im nahe gelegenen Ort Grand Lake erste Todesopfer gefordert. Das Sheriffbüro der Stadt nordwestlich von Denver bestätigte am Freitagabend (Ortszeit), ein 86-jähriger Mann und seine 84-jährige Frau seien tot aus ihrem zerstörten Haus am Rande der Ortschaft in den Rocky Mountains geborgen worden. Das Ehepaar habe sein Heim trotz entsprechender Evakuierungsaufrufe vom Mittwoch nicht verlassen wollen, sagte Sheriff Brett Schroetlin in einem auf Facebook veröffentlichten Video.

Das Feuer hatte sich zur Wochenmitte rasend schnell ausgebreitet und am Mittwochabend zunächst Grand Lake bedroht. Es gilt den örtlichen Medien zufolge als derzeit zweitgrößtes seit Beginn der Aufzeichnungen in Colorado. Am Samstag dehnten sich die Flammen weiter aus, sie umfassten eine Fläche von umgerechnet etwa 772 Quadratkilometern.

Trotz des Einsatzes von Hunderten Feuerwehrmännern und Löschflugzeugen war das East-Troublesome-Feuer am Samstag erst zu 4 bis 5 Prozent unter Kontrolle, wie die Zeitung einen Einsatzleiter der Feuerwehr, Noel Livingston, zitierte. Starker Wind mit Geschwindigkeiten von umgerechnet bis zu 100 Kilometern pro Stunde behinderte demnach den ganzen Tag lang die Löscharbeiten. Der erwartete Schneesturm werde die Lage entspannen helfen, aber auch die Arbeit der Feuerwehr erschweren, hieß es.


A handout picture released by the official Syrian Arab News Agency (SANA) on October 10, 2020 shows smoke above a forest that caught fire in a mountainous region in Syria's Latakia province which overlooks the Mediterranean sea the previous day. (Photo by - / SANA / AFP) / == RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / HO / SANA" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS ==
UN: Wetter- und klimabedingte Katastrophen fast verfünffacht
Seit 1970 habe es gut 11.000 klima- oder wetterbedingte Naturkatastrophen gegeben, schreibt die Weltwetterorganisation (WMO).

In den Rocky Mountains lodern seit vielen Wochen auch weitere Wald- und Buschbrände. Der größte, das „Cameron Peak Fire“, hat inzwischen eine Fläche von rund 840 Quadratkilometern erfasst, wie die „Denver Post“ am Samstag berichtete. Der Nationalpark ist derzeit geschlossen.

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