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Zwei Todesopfer bei Messerattacke in London
International 7 2 Min. 29.11.2019

Zwei Todesopfer bei Messerattacke in London

Die Polizei der britischen Hauptstadt war in Großalarm.

Zwei Todesopfer bei Messerattacke in London

Die Polizei der britischen Hauptstadt war in Großalarm.
Foto: AFP
International 7 2 Min. 29.11.2019

Zwei Todesopfer bei Messerattacke in London

Mehrere Menschen erleiden Stichverletzungen. Ein Mann wird von Polizeibeamten angeschossen. Der Vorfall weckt schlimme Erinnerungen an den Sommer 2017 als Terroristen acht Menschen auf der London Bridge und dem nahen Borough Market töteten.

(dpa) - Erneut ist die London Bridge zum Tatort einer Terrorattacke geworden. Mehrere Menschen wurden verletzt, als ein Angreifer am frühen Nachmittag nahe der Brücke im Herzen der britischen Hauptstadt zustach. Der mutmaßliche Angreifer wurde nach einer Rangelei mit Passanten von der Polizei erschossen. Er habe eine Bombenattrappe am Körper getragen, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, bei einer Pressekonferenz am Abend.

Mehrere Menschen erlitten Stichverletzungen. Dem Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zufolge wurden einige davon schwer verletzt. Genaue Angaben über ihren Gesundheitszustand gab es zunächst nicht. Britische Medien berichteten am Abend über bis zu zwei Todesopfer.     

"Terroristisch"


Policemen stand near a police cordon at the Grote Marktstraat, one of the main shopping streets in the centre of the Dutch city of The Hague, after several people were wounded in a stabbing incident on November 29, 2019. - Three people were wounded in the stabbing in one of the main shopping streets in the centre of the Dutch city of The Hague on late November 29, police said. (Photo by Sara MAGNIETTE / AFP)
Angreifer von Den Haag weiter auf der Flucht
Ein Mann sticht in Den Haag um sich. Drei junge Menschen werden verletzt. Das Motiv ist noch unklar.

Die Polizei stufte den Vorfall als terroristisch ein. Der mutmaßliche Angreifer wurde nach einer Rangelei mit Passanten von der Polizei erschossen. Er habe eine Bombenattrappe am Körper getragen, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, bei einer Pressekonferenz am Abend.

Wie viele weitere Menschen bei dem Angriff verletzt wurden, und wie schwer, war zunächst unklar. Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von mehreren Schwerverletzten.    

Einem BBC-Reporter zufolge, der am Tatort war, hatten mehrere Menschen versucht, einen Mann zu Boden zu drücken. Dann seien Schüsse gefallen. 

Mehrere Videos, die in sozialen Medien kursierten, schienen diesen Hergang zu bestätigen. Zu sehen war beispielsweise, wie Menschen auf der Brücke miteinander rangen. Eine andere Szene zeigt, wie Polizisten ihre Waffen auf einen am Boden kauernden Mann auf der Brücke richten. Dann sind zwei Detonationen zu hören und der Angreifer bleibt regungslos liegen.


11.10.2019, Großbritannien, Manchester: Rettungsfahrzeuge und bewaffnete Polizeibeamte stehen vor einem Eingang eines Einkaufszentrums. In Manchester sind bei einem Messerangriff ersten Ermittlungen zufolge mehrere Menschen verletzt worden. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Messerattacke in Manchester: Polizei geht von Terror aus
Mehrere Menschen werden verletzt, als ein Angreifer in einem Einkaufszentrum um sich sticht. Die Ermittler gehen von einem Terrorangriff aus.

Premierminister Boris Johnson teilte per Twitter mit, er werde über den Vorfall auf dem Laufenden gehalten und dankte den Einsatzkräften für ihre „unverzügliche Reaktion“.

Die Brücke und Umgebung wurden weiträumig abgesperrt. Passanten wurden aufgefordert, den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen. London Bridge ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem betriebsamen Bahnhof. Auf Videos im Internet war zu sehen, wie viele Menschen versuchten, in Panik die Brücke und Umgebung zu verlassen.

Im Juni 2017 starben in der britischen Hauptstadt acht Menschen, nachdem Terroristen mit einem Transporter erst drei Menschen auf der London Bridge umgefahren und anschließend fünf weitere am Borough Market erstochen hatten. Polizisten erschossen die drei Täter.

Heldenhafte Passanten

„Was bemerkenswert ist an den Bildern, die wir gesehen haben, ist die atemberaubende Heldenhaftigkeit von Passanten, die buchstäblich der Gefahr entgegengerannt sind“, sagte Khan zu Journalisten.   

Premierminister Boris Johnson teilte per Twitter mit, er werde über den Vorfall auf dem Laufenden gehalten, und dankte den Einsatzkräften für ihre „unverzügliche Reaktion“. Medienberichten zufolge kehrte Johnson von einem Wahlkampfauftritt in die Downing Street zurück. Auch er lobte die „außerordentliche Tapferkeit“ der Passanten. Seine Gedanken seien bei den Betroffenen, ließ Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei per Twitter wissen. Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament.

Solidaritätsbekundungen

Eine Solidaritätsbekundung kam auch aus Washington. US-Präsident Donald Trump sei über den Angriff an der London Bridge unterrichtet worden und verfolge die Situation. „Die Vereinigten Staaten verurteilen alle schrecklichen Gewalttaten gegen unschuldige Menschen scharf. Und wir sagen unserem Verbündeten, dem Vereinigten Königreich, unsere volle Unterstützung zu“, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit.

Die Brücke und ihre Umgebung wurden weiträumig abgesperrt. Das werde auch noch für einige Zeit so bleiben, sagte Chefermittler Basu. Die London Bridge ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem betriebsamen Bahnhof, sie verbindet den Finanzdistrikt City of London mit dem Bezirk Southwark südlich der Themse.



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