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Zwei Selbstmordanschläge in Tunis
International 27.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Zwei Selbstmordanschläge in Tunis

Wie das tunesische Innenministerium am Donnerstag mitteilte sprengte sich ein erster Attentäter im Stadtzentrum nahe der französischen Botschaft und der historischen Altstadt in die Luft, ein zweiter Attentäter nahe einer Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani.

Zwei Selbstmordanschläge in Tunis

Wie das tunesische Innenministerium am Donnerstag mitteilte sprengte sich ein erster Attentäter im Stadtzentrum nahe der französischen Botschaft und der historischen Altstadt in die Luft, ein zweiter Attentäter nahe einer Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani.
Foto: AFP
International 27.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Zwei Selbstmordanschläge in Tunis

Bei zwei Selbstmordanschlägen in der Innenstadt der tunesischen Hauptstadt Tunis sind mindestens neun Menschen verletzt worden.

dpa) - In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens neun Menschen verletzt worden. Wie das tunesische Innenministerium am Donnerstag mitteilte sprengte sich ein erster Attentäter im Stadtzentrum nahe der französischen Botschaft und der historischen Altstadt in die Luft, ein zweiter Attentäter nahe einer Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani.

Der erste Anschlag ereignete sich demnach auf der zentralen Avenue Bourguiba, unweit der französischen Botschaft. Ein Attentäter habe sich einem Polizeiwagen genähert und sich dann in die Luft gesprengt, teilte das Innenministerium mit. Fotos vom Tatort zeigten einen zerstörten Polizeiwagen und einen zerfetzten Körper des mutmaßlichen Attentäters. Neben zwei Polizisten seien drei Passanten verletzt worden.

Kurz darauf sprengte sich ein zweiter Attentäter nahe der Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani in die Luft. Dort befindet sich eine Anti-Terror-Einheit der Sicherheitskräfte. Bei dem Anschlag wurden vier Polizisten nach Angaben des Innenministeriums verletzt.

Erst im vergangenen Oktober hatte sich ebenfalls auf der zentralen Prachtstraße Bourguiba eine Attentäterin nahe einem Polizeiauto in die Luft gesprengt und mehr als 20 Menschen verletzt.

Nach schweren Anschlägen im Jahr 2015 hatte sich die Sicherheitslage in dem bei Touristen beliebten Land wieder verbessert. Im vergangenen Jahr kamen auch wieder mehr Reisende in das nordafrikanische Land. Europäische Länder lockerten ihre Reisehinweise. In diesem Jahr finden in Tunesien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.

Terrormiliz IS reklamiert Anschläge in Tunis für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die beiden Anschläge auf Sicherheitskräfte in der tunesischen Hauptstadt Tunis für sich reklamiert. In einer über das Internet verbreiteten Nachricht des IS-Sprachrohrs Amak hieß es am Donnerstagabend, dass die Angreifer der beiden Anschläge Kämpfer des Islamischen Staates gewesen seien.

Die Mitteilung ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren, sie wurde über die üblichen Kanäle verbreitet, über die die Terrormiliz auch bislang Anschläge für sich reklamierte.  


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