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Zwei Boote mit Migranten kentern vor Dschibuti

(dpa) - Vor der Küste Dschibutis in Ostafrika sind nach Angaben der UN zwei Boote mit mehr als 130 Migranten an Bord gekentert. Zunächst seien 28 Tote geborgen und zwei Menschen gerettet worden. „Wir erwarten aber, dass die Zahl der Todesopfer sehr viel höher ist“, sagte Joel Millman von der UN-Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch.

Die Boote legten in Obock in Dschibuti ab und waren vermutlich auf dem Weg in den Jemen, wie Millman sagte. Dies sei eine gängige Route vor allem für Migranten aus Äthiopien. Augenzeugen berichteten laut IOM, dass die überfüllten Boote etwa 30 Minuten nach dem Ablegen bei starkem Wellengang gekentert seien.

Der kleine Staat Dschibuti liegt am Golf von Aden zwischen dem Horn von Afrika und der Arabischen Halbinsel. An der engsten Stelle trennen nur etwa 30 Kilometer Dschibuti und den Jemen. Neben Migranten aus Äthiopien versuchen auch Menschen aus Somalia, Eritrea und anderen Ländern Afrikas über Dschibuti illegal die Arabische Halbinsel zu erreichen. Zudem fliehen Menschen aus dem Bürgerkriegsland Jemen in die andere Richtung.

Gestern

Boeing droht Kundenverlust

(dpa) - Die Krise des Luftfahrtriesen Boeing verschärft sich weiter: Nach zwei Flugzeugabstürzen mit insgesamt 346 Toten bestätigte nun die erste Airline die Absicht, einen milliardenschweren Großauftrag zu stornieren. Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda will eine Bestellung über 49 Maschinen des Typs Boeing 737 Max rückgängig machen. Der Boeing-Konzern, der wegen seiner Unglücksflieger ohnehin schon mit einem enormen Vertrauensverlust kämpft, gerät damit weiter unter Druck.

Der Wert der Bestellung von Garuda Indonesia liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro, bei Großaufträgen sind aber starke Rabatte üblich. Garuda ist die größte Fluglinie des südostasiatischen Landes. In einem Schreiben an Boeing, das am Freitag veröffentlicht wurde, heißt es über den Unglücksflieger 737 Max 8: „Unsere Passagiere haben seit den Abstürzen nur noch geringes Vertrauen in diese Maschine. Sie vermeiden es, die Max 8 zu benutzen“.

Viele Fluglinien weltweit lassen ihre Boeing 737 Max - ein recht neues Modell - nach den Abstürzen sicherheitshalber am Boden. Derzeit laufen internationale Untersuchungen, ob möglicherweise eine fehlerhafte Technik Grund für die Unglücke ist. Auch die Frage, ob bei der Zulassung der Flieger durch die US-Luftfahrtbehörde FAA alles mit rechten Dingen zuging, ist Gegenstand von Ermittlungen, in die sich jüngst auch die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet haben soll.

Eine der abgestürzten Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 gehörte der indonesischen Billigfluglinie Lion Air. Die andere flog für die äthiopische Ethiopian Airlines. Garuda selbst hatte bislang nur einen solchen Jet in Betrieb, der jetzt möglicherweise verkauft oder zurückgegeben wird. Ob die indonesische Airline ihre Boeing-Maschinen einfach so abbestellen kann, bleibt abzuwarten. Aus den Verträgen auszusteigen, könnte sich schwierig gestalten. Ein Boeing-Sprecher erklärte auf Nachfrage lediglich, dass sich der Konzern grundsätzlich nicht zu Verhandlungen mit seinen Kunden äußere.

"VW würde zweiten Dieselskandal nicht überleben"

(dpa) - Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Abgasskandals eingesetzte Aufpasser Larry Thompson hat Volkswagen laut „Spiegel“ vor weiteren Rechtsverstößen gewarnt. „Einen zweiten Dieselskandal würde Volkswagen nicht überleben“, sagte Thompson dem Nachrichtenmagazin. Der Autogigant müsse so umgebaut werden, dass kein zweiter Skandal geschehen könne: „Der Konzern bewegt sich, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, wie viel harte Arbeit noch vor uns liegt.“ Am Ende müsse er beurteilen, ob neue Programme wie eine Hotline für anonyme Hinweisgeber auch funktionierten – „und nicht abrupt enden, sobald ich wieder nach Atlanta abreise“.


Drei Millionen Briten wollen Exit vom Brexit

(dpa) - Viele Briten haben das Gezerre um den EU-Austritt satt. Mehr als drei Millionen Menschen unterzeichneten bis Freitagnachmittag eine ans Unterhaus gerichtete Online-Petition: In ihr wird gefordert, in der Europäischen Union zu bleiben. Zeitweise war die Webseite wegen des Ansturms nicht zu erreichen. Premierministerin Theresa May hatte einem Exit vom Brexit aber erst wieder beim EU-Gipfel in Brüssel eine klare Absage erteilt.

Einen Rekord hat die Petition aber noch nicht gebrochen, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Eine Bitte um ein zweites Brexit-Referendum hatten fast 4,2 Millionen Menschen unterzeichnet. Eine Petition gegen einen geplanten Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in London kam auf fast zwei Millionen Unterstützer. Alle britischen Staatsbürger - auch im Ausland - und Einwohner in Großbritannien dürfen solche Online-Petitionen unterzeichnen.


Hoher Sachschaden durch herrenloses Postauto

(dpa/lrs) - Ein Postauto hat sich am Freitag in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) selbstständig gemacht und dabei einen hohen Sachschaden verursacht. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 39-jähriger Postbote das Auto auf einer abschüssigen Straße abgestellt und nicht ausreichend gegen das Wegrollen gesichert. Als der Mann das Auto verließ, rollte der Kastenwagen rückwärts die Straße herunter.

Eine kreuzende Bundesstraße konnte der Wagen noch unfallfrei passieren, anschließend stieß der Wagen gegen einen Stromkasten, ein Verkehrsschild und landete schließlich in einem Metallgeländer. Dieses verhinderte, dass das Auto auf den darunter befindlichen Radweg stürzte. Am Wagen entstand ein Schaden von etwa 8000 Euro, weitere 7500 Euro Schaden richtete das führerlose Fahrzeug laut Polizei auf seinem Weg an. Die angrenzende Bundesstraße wurde bei der Bergung des Postautos für einige Minuten gesperrt.


Kurzmeldungen Lokales von Sarah CAMES 22.03.2019

138 Autofahrer in Alkoholkontrollen

Nach Anweisungen der Staatsanwaltschaft wurden am Donnerstag Abend zwischen 21.00 und 23.30 Uhr zwei Alkoholkontrollen in Cruchten und Angelsberg durchgeführt. Von den 138 Fahrern, die in die Kontrolle geraten waren, hatten zwei zu viel getrunken. Ihnen wurde noch vor Ort der Führerschein entzogen.

Mann in China rast mit Auto in Fußgänger

(dpa) – Ein Mann in Zentralchina ist nach einem Medienbericht mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat dabei sechs Menschen getötet. Der Fahrer wurde später von der Polizei erschossen, wie der chinesische Staatssender CCTV am Freitag berichtete. Die Tat ereignete sich demnach in der Stadt Zaoyang (Provinz Hubei). Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.

Nach einer ähnlichen Attacke mit 15 Todesopfern war im Dezember ein Mann in China zum Tode verurteilt worden. Der Verurteilte war laut Staatsmedien in der Stadt Hengyang zunächst mit einem SUV-Geländewagen auf einem öffentlichen Platz in eine Menschenmenge gerast. Dann setzte er seinen Angriff, bei dem es auch 43 Verletzte gab, mit einer Schaufel und einem Messer fort.

Ebenfalls im Dezember hatte im Südosten Chinas ein Mann einen Bus entführt und war in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden acht Menschen getötet und 22 weitere verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Chinas Städte gelten im internationalen Vergleich als sicher. Dennoch gibt es immer wieder Berichte über Gewalttaten wie Bombenanschläge, Brandstiftungen und Messerangriffe. Oft werden persönliche Fehden oder psychische Probleme der Täter als Grund für Angriffe genannt. Gelegentlich wurden Attacken auch militanten Separatisten zugeschrieben.

Vorgestern

Frankreich erlaubt Alterstests bei Flüchtlingen

(dpa) - Das französische Verfassungsgericht hat Röntgenuntersuchungen zur Bestimmung des Alters junger Flüchtlinge für rechtmäßig erklärt. Eine solche Untersuchung der Knochen dürfe jedoch nur durchgeführt werden, wenn der Flüchtling nicht über gültige Ausweispapiere verfüge und das behauptete Alter nicht wahrscheinlich sei, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Es stellte außerdem fest, dass eine Knochenuntersuchung eine „signifikante Fehlerquote“ aufweisen könne. Es gelte jedoch, dass Minderjährige, die sich in Frankreich aufhalten, ihrem Alter entsprechenden Rechtsschutz genießen und nicht unrechtmäßig als Erwachsene behandelt werden dürfen. Nur eine Justizbehörde sei befugt, eine Knochenuntersuchung durchzuführen.

Kurzmeldungen Lokales 21.03.2019

Vier Fahrzeuge auf A 13 in Unfall verwickelt

(m.r.) - Am Donnerstag hat sich gegen 20.10 Uhr auf der Autobahn A 13 in der Nähe der Ausfahrt Altwies ein Verkehrsunfall ereignet, in den vier Fahrzeuge verwickelt waren. Der Polizei zufolge wurde bei dem Unfall eine Person leicht verletzt. Auf dem Streckenabschnitt in Richtung Esch/Alzette ist zurzeit nur die Überholspur befahrbar.

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Kurzmeldungen Lokales 21.03.2019

Arbeiter stürzt drei Meter in die Tiefe

(m.r.) - Auf der Baustelle der EU-Kommission in Kirchberg hat sich am Mittwochnachmittag ein Arbeitsunfall ereignet. Ein Mann war gegen 15.30 Uhr auf dem Gelände entlang des Boulevard Konrad Adenauer etwa drei Meter in die Tiefe gestürzt. Er wurde dabei verletzt - der Polizei zufolge bestehlt allerdings keine Lebensgefahr. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Ermittlungen wurden eingeleitet. 

China: Explosion in Chemiewerk

(dpa) – In einem Chemiepark in Ostchina ist es zu einer Explosion gekommen. Die Feuerwehr und ein Krankenhaus in der Stadt Yancheng (Provinz Jiangsu) bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass es Verletzte gab. Von Todesopfer war zunächst keine Rede.

Die Druckwelle der Explosion am Donnerstag beschädigte Hausfassaden in der Umgebung schwer und zerstörte zahlreiche Fenster, wie auf Videoaufnahmen des Unglücks zu erkennen ist. Zu sehen ist ein großer Feuerball gefolgt von einer schwarzen Rauchsäule.

In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunfällen, weil Arbeitsvorschriften zu lasch sind oder nicht eingehalten werden. Bei einer der bisher größten Katastrophen dieser Art waren im August 2015 bei der gewaltigen Detonation eines Chemielagers im Hafen der nordostchinesischen Millionenmetropole Tianjin 173 Menschen getötet worden. Chinas Regierung hatte danach angekündigt, die Chemielager und Fabriken des Landes auf Sicherheitsrisiken prüfen zu wollen.

Kurzmeldungen Lokales 21.03.2019

Motorradfahrer bei Kollision verletzt

Am Mittwochmorgen kam es gegen 9.30 Uhr auf dem CR110  zwischen Küntzig und Grass zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad. Dabei wurde der Biker verletzt und musste vom Rettungsdienst aus Petingen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehren aus Bascharage und Petingen sicherten die Unfallstelle und ließen die beschädigten Fahrzeuge abschleppen.

Kurzmeldungen Politik 21.03.2019

Agnès Durdu wird Vorsitzende des Staatsrats

Die Regierung hat gestern der Ernennung von Agnès Durdu zur Präsidentin des Staatsrats zugestimmt. Patrick Santer wird neuer Vizepräsident. In seiner wöchentlichen Sitzung hat das Kabinett außerdem Romain Nati in seiner Funktion des Vizevorsitzenden bestätigt. Bereits am 15. Februar war Yves Wagener als neues Mitglied des Conseil d'Etat vereidigt worden. Er übernahm das Mandat von Mike Mathias, der als erster Regierungsrat ins Wohnungsbauministerium gewechselt war.

Kurzmeldungen Lokales 21.03.2019

Führerscheinentzug nach Alkoholkontrollen in Luxemburg-Stadt

(SC) - Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft fanden in der Hauptstadt in der Nacht vom 20. auf den 21. März an drei separaten Orten Alkoholkontrollen statt: In Luxemburg-Stadt, im Zentrum und in Howald. Die Polizei bat insgesamt 122 Autofahrer, ins Alkoholtestgerät zu blasen, unabhängig davon, ob sie Anzeichen von Trunkenheit zeigten oder nicht.

Die Ergebnisse der Alkoholkontrolle waren für neun Verkehrsteilnehmer dann wohl doch eher ernüchternd: Bei ihnen fiel der Alkoholtest positiv aus. Fünf Strafverfahren wurden eingeleitet und vier Fahrer mussten Strafe zahlen. Ein Fahrer musste seinen Führerschein direkt vor Ort an die Polizei abgeben.

Gegen 22.30 Uhr fiel in der Juddegaass in Kehlen außerdem ein Autofahrer auf, der inmitten der Fahrbahn über beide Fahrspuren fuhr. Eine Polizeistreife stoppte den Fahrer daraufhin und stellte fest, dass er unter zu hohem Alkoholeinfluss unterwegs war. Gegen den Fahrer wurde Strafanzeige erstattet und sein Führerschein wurde eingezogen. 

Gegen Mitternacht fiel einer Polizeistreife auf der Autobahn A4 ein weiterer Autofahrer durch seine Fahrweise auf. Das Auto wurde gestoppt, und gegen den Fahrer wurde Strafanzeige erstattet. Seinen Führerschein war er auch los.

Explosion in Kabul

(dpa) - In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei mehreren Explosionen am Neujahrstag des Landes mindestens sechs Menschen getötet worden. Weitere 23 seien verletzt worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Mayar, am Donnerstag. Allerdings war unklar, was die Explosionen verursachte. Einem Polizeisprecher zufolge waren es drei Minen, die im Bezirk Kart-e Sachi platziert worden waren. Das Verteidigungsministerium hingegen schrieb auf Twitter von Raketenbeschuss.

In dem Viertel im Westen Kabuls liegt der sogenannte Blaue Schrein, eine schiitische Moschee, an der alljährlich Neujahrsfeierlichkeiten stattfinden. Islamisten halten das Fest für einen heidnischen Brauch.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff. Im Vorjahr hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Selbstmordanschlag am Neujahrstag in diesem Viertel für sich reklamiert. Der Attentäter habe Feiernde bei der Moschee angreifen wollen, hieß es damals. Es kamen mindestens 31 Menschen ums Leben.

Afghanistan feiert immer um den 20. März „Nauros“, den Beginn des neuen afghanischen Jahres. Unter vielen Afghanen ist es ein sehr beliebtes Familienfest. Sie besuchen sich gegenseitig zu Hause, picknicken in Parks und kommen auf Plätzen vor Moscheen zu Tausenden zusammen für Gebete und Gespräche.

Der afghanische Präsident und weitere führende Politiker feiern jährlich in der nördlichen Stadt Masar-i-Scharif. Als sich die Explosion in Kabul ereignete, hatten sich unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen Tausende Menschen in Masar-i-Scharif für die Neujahrsansprache des Präsidenten Aschraf Ghani versammelt.

„Möge dieses Jahr das Jahr des Friedens und der Wahlen sein“, sagte Ghani. Am Mittwoch hatte die Unabhängige Wahlkommission die afghanische Präsidentschaftswahl ein zweites Mal, nun auf den 28. September, verschoben. Ghani, der für seine Wiederwahl kandidiert, sagte, er respektiere die Entscheidung der Unabhängigen Wahlkommission. „Eine weitere Verschiebung aber werden wir nicht akzeptieren.“

Der Präsident nahm in seiner Ansprache auch indirekt Bezug auf Spannungen zwischen den USA und der Regierung in Kabul. Kabul fühlt sich angesichts der Direktgespräche, die Washington mit hochrangigen Taliban zur politischen Lösung des Konflikts führen, an den Rand gedrängt und von den Verhandlungen ausgeschlossen. „Wir wollen Frieden, aber wir wollen dauerhaften Frieden und nicht einen, der nach Blut riecht“, sagte er. Kabul hatte in den vergangenen Monaten immer betont, ein langfristiger Frieden sei nur möglich, wenn die Regierung einbezogen werde.