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Zugunglück in Louvain: Experten suchen nach der Ursache
International 14 19.02.2017

Zugunglück in Louvain: Experten suchen nach der Ursache

Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen auf Hochtouren.

Zugunglück in Louvain: Experten suchen nach der Ursache

Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen auf Hochtouren.
Foto: AFP
International 14 19.02.2017

Zugunglück in Louvain: Experten suchen nach der Ursache

Michel THIEL
Michel THIEL
Ein Toter und 27 Verletzte, so die traurige Bilanz eines Zugunglücks in Louvain (B) am Samstag. Sie Ermittlungen zur Unfallursache laufen auf Hochtouren.

(dpa) - Bei einem Bahnunglück in Belgien hat es einen Toten gegeben, 27 Menschen sind verletzt worden. Ein Personenzug entgleiste am Samstag aus zunächst ungeklärtem Grund nur 500 Meter vom Bahnhof der Provinzhauptstadt Löwen entfernt.

Ein Waggon kippte dabei auf die Seite, die beiden übrigen blieben stehen. Die Ursachenforschung lief am Sonntag weiter, auch die Aufräumarbeiten dauerten an. Der Bahnverkehr war das Wochenende über beeinträchtigt.

Zu dem Zeitpunkt des Unfalls hatte der Zug, der auf dem Weg in den Küstenort De Panne war, noch kein hohes Tempo erreicht. Mehr als 80 Menschen befanden sich an Bord, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Behörden berichtete. Einem Großteil der Passagiere gelang es, den Zug unverletzt zu verlassen. Einige der Verletzten wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Verstorbener war doch während dem Unfall an Bord

Entgegen ersten Angaben befand sich der Verstorbene zum Zeitpunkt des Unfalls in dem Zug, berichtete Belga unter Berufung auf die Ermittler weiter. Wie der 21-Jährige letztlich unter den Waggon geriet, sei noch Gegenstand der Untersuchungen, hieß es.

Zunächst hatte es geheißen, der Getötete habe sich im Moment des Unfalls nicht an Bord befunden, ein Mensch sei jedoch auf den Gleisen gewesen. Ob es sich dabei um ein und dieselbe Person handelte, war ebenfalls unklar. Verkehrsminister François Bellot teilte mit, mehrere Ermittlungen seien aufgenommen worden.

Den Angaben zufolge wurden an der Strecke auch einige Signalkabel beschädigt. Die Aufräumarbeiten dauerten am Sonntag an. Auch der Bahnverkehr um die Provinzhauptstadt Löwen war daher weiterhin gestört.

Der belgische Premierminister Charles Michel und Löwens Bürgermeister Louis Tobback waren bereits am Samstag an den Unfallort geeilt. Michel sprach den Opfern und ihren Angehörigen über den Kurznachrichtendienst Twitter sein Beileid aus.



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