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Zehntausende Menschen demonstrieren in Moskau
International 10.08.2019

Zehntausende Menschen demonstrieren in Moskau

Zehntausende Teilnehmer nahmen an der Kundgebung teil.

Zehntausende Menschen demonstrieren in Moskau

Zehntausende Teilnehmer nahmen an der Kundgebung teil.
Foto: AFP
International 10.08.2019

Zehntausende Menschen demonstrieren in Moskau

In Russland werden nicht alle Kandidaten zur Stadtratswahl in Moskau zugelassen. Dagegen protestieren Zehntausende Menschen in Moskau.

(dpa) - Begleitet von einem massiven Aufgebot der Polizei haben in Moskau Zehntausende Menschen gegen Polizeigewalt und für faire und freie Wahlen demonstriert. Erwartet wurden am Samstag zu der von den russischen Behörden genehmigten Kundgebung bis zu 100.000 Teilnehmer. dpa-Reportern zufolge strömten viele Menschen selbst lange Zeit nach dem offiziellen Beginn zu der Kundgebung in der Hauptstadt. Sie folgten trotz Regens dem Aufruf der Opposition.

Sie will erreichen, dass alle Kandidaten zur Stadtratswahl in vier Wochen zugelassen werden. Regierungskritiker sind dort wegen angeblicher Formfehler bei ihren Registrierungsanträgen nicht zugelassen. Viele prominente Oppositionspolitiker sitzen in Haft. Zu den Protesten haben aber auch bekannte Blogger mit Millionen Followern aufgerufen, um ein Zeichen gegen Polizeigewalt zu setzen.

Rufe gegen Putin

Am Rande der Demonstration zogen Hundertschaften von Uniformierten in Schutzwesten, mit Schlagstöcken und Helmen auf. Vor den Personenkontrollen der Polizei staute es sich. Menschen mussten lange warten, um überhaupt zum Versammlungsort zu gelangen. Gekommen waren viele junge Menschen, aber auch Eltern mit ihren Kindern und Ältere.

Die Demonstranten skandierten mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin „Russland ohne Putin“. Auf Transparenten war etwa zu lesen „Geben Sie Moskau die Wahlen zurück“, „Hier wählen wir“, „Ich habe das Recht auf eine Wahl“ oder „Ich bin wütend“. In anderen Städten Russlands wie St. Petersburg gab es Solidaritätskundgebungen.

Bei nicht erlaubten Protesten waren an den beiden vergangenen Samstagen mehr als 2.000 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Sicherheitskräfte gingen massiv gegen friedliche Demonstranten vor. Das stieß international auf Kritik.


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