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Zehn Jahre im Kellerloch
International 1 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Italiener hält Frau als Sexsklavin

Zehn Jahre im Kellerloch

In diesem Kellerverlies wurde die Frau zehn Jahre gefangen gehalten.
Italiener hält Frau als Sexsklavin

Zehn Jahre im Kellerloch

In diesem Kellerverlies wurde die Frau zehn Jahre gefangen gehalten.
Foto: Screenshot Polizeivideo
International 1 27.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Italiener hält Frau als Sexsklavin

Zehn Jahre im Kellerloch

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Die italienische Polizei hat ein unglaubliches Martyrium aufgedeckt: Ein 52-jähriger Mann in Gizzeria (Kalabrien) hat eine heute 29-jährige Rumänin zehn Jahre lang in einem Kellerloch gefangen gehalten, sie sexuell missbraucht und zwei Kinder mit ihr gezeugt.

(tom/LW) - Durch reinen Zufall haben die Carabinieri in der italienischen Region Kalabrien ein schier unglaubliches Verbrechen aufgedeckt. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Bei einer Verkehrskontrolle fiel den Beamten im Auto eines 52-Jährigen ein völlig verwahrloster neunjähriger Junge auf - offensichtlich der Sohn des Autofahrers. Weil der Mann auf die Frage nach seinem Wohnort sehr ausweichend reagierte, wurden die Beamten misstrauisch. 

An seiner Wohnadresse in der kleinen Gemeinde Gizzeria bot sich den Beamten ein schauriges Bild der totalen Verwahrlosung - vergammelte Lebensmittel, tote Mäuse, haufenweise Müll. Bei der Hausdurchsuchung stießen die Polizisten schließlich auch auf die Mutter des Jungen und seine dreijährige Schwester. Beide seien in einem sehr schlechten körperlichen Zustand gewesen, berichtet die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera” und beschreibt den Körper der apathischen Frau als „völlig zerschunden”. Das Mädchen sei „halb verhungert” gewesen. Die Zeitung zitiert den zuständigen Staatsanwalt - er habe so etwas in 30 Jahren noch nicht gesehen.

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Die Frau, heute 29 Jahre alt, stamme aus Rumänien. Sie sei vor zehn Jahren nach Italien gekommen, um die damalige Lebensgefährtin des Mannes während deren schwerer Krankheit zu pflegen. Nach dem Tod der Frau habe er die 19-Jährige in einem dunklen, dreckigen Keller eingesperrt, ans Bett gefesselt und sich regelmäßig an ihr vergangen. Die Ermittlungen ergaben, dass sich die Rumänin über ein Jahr lang nicht waschen durfte. Die beiden Kinder kamen in Gefangenschaft zur Welt.

Der 52-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die Frau und die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht. 


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