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ZDF: "Neo Magazin Royale"-Special hat nichts mit Strache zu tun
International 1 21.05.2019 Aus unserem online-Archiv

ZDF: "Neo Magazin Royale"-Special hat nichts mit Strache zu tun

Die Satireshow "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann stellt nach ZDF-Angaben in seiner nächsten Ausgabe nicht die Regierungskrise in Österreich in den Mittelpunkt.

ZDF: "Neo Magazin Royale"-Special hat nichts mit Strache zu tun

Die Satireshow "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann stellt nach ZDF-Angaben in seiner nächsten Ausgabe nicht die Regierungskrise in Österreich in den Mittelpunkt.
Foto: Matthias Balk/dpa
International 1 21.05.2019 Aus unserem online-Archiv

ZDF: "Neo Magazin Royale"-Special hat nichts mit Strache zu tun

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hatte für Donnerstag ein "kleines Special" angekündigt.

(dpa) - Die Satireshow "Neo Magazin Royale" von Jan Böhmermann stellt nach ZDF-Angaben in ihrer nächsten Ausgabe nicht die Regierungskrise in Österreich in den Mittelpunkt."Das "Special" wird im Rahmen der Show sowie Online stattfinden und hat nichts mit Herrn Strache zu tun", teilte das ZDF auf Anfrage mit. Die 45-minütige Show ist ab 22.15 Uhr auf ZDFneo zu sehen und online bereits ab 20.15 Uhr abrufbar.


In this video grab made available by SPIEGEL and Sueddeutsche Zeitung on May 18, 2019 shows Heinz-Christian Strache (C), Austrian Vice-Chancellor and Johann Gudenus (L), FPOe party's group leader in parliament during a secretly filmed meeting in Ibiza in 2017. - Austrian Chancellor Sebastian Kurz announced fresh elections after explosive revelations from a hidden camera sting forced his deputy, far-right leader Heinz-Christian Strache, to resign, bringing an end to his coalition. (Photo by - / SPIEGEL and Sueddeutsche Zeitung / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / SPIEGEL and Sueddeutsche Zeitung" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS  NO ARCHIVE
"Spiegel": Stellungnahme zu Strache-Video
"Spiegel"-Redakteur Wolf Wiedmann-Schmidt erklärt dem Sender n-tv, die Veröffentlichung sei nicht gezielt vor der Euopawahl geschehen.

"Neo Magazin Royale"-Moderator Böhmermann hatte am Montag auf seinem Account einen Hinweis auf seine Sendung getwittert und danach die Ankündigung "Diese Woche haben wir sogar ein kleines Special vorbereitet!!!" Kurz darauf folgte ein weiterer Tweet mit einem Link. Beim Öffnen erscheint ein Countdownfeld: Dort wird nach ZDF-Angaben die Zeit Sekunde für Sekunde rückwärts gezählt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es am Mittwochabend Informationen zum Thema der Sendung geben soll.

Der Satiriker und Grimme-Preisträger Böhmermann kannte das brisante Strache-Video bereits vor der Veröffentlichung, wie sein Manager Peter Burtz der dpa am Samstag bestätigte. 


20.05.2019, Österreich, Wien: Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, läuft im Rahmen seiner Stellungnahme zu neuen Entwicklungen in der Koalition im Bundeskanzleramt. Foto: Herbert Neubauer/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Alle FPÖ-Minister verlassen Regierung
Die FPÖ macht ihre Drohung eines Rücktritts aller Minister wahr, nachdem Kanzler Kurz die bevorstehende Entlassung Innenminister Kickls bekannt gab.

In dem am Freitag von "Spiegel" und "Süddeutscher Zeitung" veröffentlichten Video aus dem Jahr 2017 werden möglicherweise illegale Parteispenden an die FPÖ thematisiert. Das Video zeigt, wie Strache einer vermeintlichen russischen Oligarchin 2017 auf Ibiza öffentliche Aufträge in Aussicht stellte, wenn sie seiner Partei zum Wahlerfolg verhelfe.

Böhmermann hatte im April gesagt, dass er "mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge" - offensichtlich eine Anspielung auf die Aufnahmen. Das ZDF schloss gegenüber der "Bild"-Zeitung eine Beteiligung Böhmermanns oder seiner Produktionsfirma an der Herstellung des Videos aus.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Böhmermann hatte 2016 mit einem "Schmähgedicht" auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Schlagzeilen gemacht, das diplomatische Verstimmungen auslöste.

Im selben Jahr bekam er den Grimmepreis für seinen "Varoufake"-Beitrag in "Neo Magazin Royale", einen satirischen Beitrag über den früheren griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis.


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