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Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000
International 2 Min. 17.02.2020

Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000

Einem Patienten, der sich nach einer Erkrankung mit dem Coronavirus erholt hat, wird nach der Genesung Blut abgenommen.

Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000

Einem Patienten, der sich nach einer Erkrankung mit dem Coronavirus erholt hat, wird nach der Genesung Blut abgenommen.
Foto: DPA
International 2 Min. 17.02.2020

Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000

Mit 105 Toten innerhalb eines Tages sind bis Montag 1770 Todesfälle zu beklagen.

 (dpa) - Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. 


TOPSHOT - A laborant at the State Health Authorities of Baden-Wuerttemberg works on a test sample of a  suspected case of the 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV) in Stuttgart, sothern Germany on January 29, 2020. - Germany's first confirmed coronavirus patient caught the disease from a Chinese colleague who visited Germany last week, officials said on January 28, 2020, in the first human-to-human transmission on European soil, according to an AFP tally. (Photo by Marijan Murat / dpa / AFP) / Germany OUT
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Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2048 zu und erreichten 70.548. Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58 000 Infektionen und 1696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer.

Verdächtiges Kreuzfahrtschiff

Nach der Entdeckung einer Infektion unter den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs „Westerdam“, die zum Teil schon in Kambodscha an Land gegangen waren, sind nach Angaben der Reederei bislang zumindest keine Symptome der Covid-19 genannten Lungenkrankheit aufgetreten. Allerdings gibt es eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen, bis sich Symptome zeigen, und Infizierte können dann auch schon ansteckend sein. Zuvor war eine 83-jährige Amerikanerin bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

US-Passagiere wurden mit Bussen zu Chartermaschinen gebracht und in die Vereinigten Staaten geflogen.
US-Passagiere wurden mit Bussen zu Chartermaschinen gebracht und in die Vereinigten Staaten geflogen.
Foto: AFP

Nach der Verbreitung des Virus auf dem seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff holten die USA Hunderte - nicht infizierte - Landsleute von Bord der „Diamond Princess“ aus Japan ab. Zwei gecharterte Flugzeuge hoben am Montag vom Tokioter Flughafen Haneda ab. Bislang sind 355 Fälle des Erregers unter den Menschen von Bord bestätigt. Unter ihnen sind auch zwei Deutsche. Von den rund 400 US-Passagieren waren 44 positiv getestet worden. Die Infizierten wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.


11.02.2020, China, Hefei: Eine Anwohnerin des Bezirks Luyang geht durch einen sogenannten Desinfektionskanal. Die Gemeinde hat die Kanäle als Präventionsmaßname gegen den neuartigen Coronavirus für ihre Bewohner eingerichtet. Foto: Ge Chuanhong/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die USA ließen ihre Landsleute in der Nacht mit Fahrzeugen des japanischen Militärs aus dem Hafengelände in Yokohama holen. Die Fahrer trugen dabei Schutzanzüge. Die Betroffenen sollen 14 Tage auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und in Texas in Quarantäne. Wer auf dem Flug Symptome entwickeln sollte, werde noch im Flugzeug von anderen getrennt und in den USA in spezielle Einrichtungen gebracht, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA, Anthony Fauci, dem TV-Sender CBS.

Rückholaktionen

Unterdessen setzte Japan seine Rückholaktionen von Staatsbürgern und Angehörigen aus der schwer von dem Virus heimgesuchten Stadt Wuhan in Zentralchina fort. Eine fünfte Chartermaschine der japanischen Regierung landete mit 36 Landsleuten und 29 ihrer chinesischen Familienmitglieder auf Tokios Flughafen Haneda. Japan hatte zuvor bereits 763 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen.


A couple wears face masks as a preventative measure against the COVID-19 coronavirus, as they walk along the promenade in Tsim Sha Tsui of Hong Kong on February 14, 2020. - The death toll from China's virus epidemic neared 1,400 on Friday with six medical workers among the victims, underscoring the country's struggle to contain a deepening health crisis. (Photo by Philip FONG / AFP)
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Mit einem Fahrverbot für privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Außenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale Beschränkungen der Bewegungsfreiheit der Menschen erlassen worden. In Städten der Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Straßen. Ende Januar waren bereits Flüge, Zugverbindungen und Fernbusse eingestellt worden.

Außerhalb Festland-Chinas sind damit fünf Patienten gestorben. Mehr als 700 Virusfälle wurden in mehr als zwei Dutzend Ländern entdeckt worden - die meisten in Japan wegen des Kreuzfahrtschiffes.     

Die Diamond Princess liegt im Hafen von Yokohama fest.
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AFP



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