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Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch
International 2 Min. 15.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch

Die Suchaktion nach zwei Vermissten ging am Wochenende weiter.

Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch

Die Suchaktion nach zwei Vermissten ging am Wochenende weiter.
Foto: AFP
International 2 Min. 15.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch

Suchmannschaften haben sich auf Neuseelands Vulkaninsel zurückgewagt. Auch Taucher waren am Wochenende im Einsatz. Doch die Suche nach den beiden noch vermissten Leichen blieb erfolglos. Derweil sterben immer mehr Brandopfer an den Folgen des Vulkanausbruchs vor einer Woche.

(dpa) - Mit leeren Händen sind die Bergungsteams von der neuseeländischen Vulkaninsel White Island am Sonntag zurückgekehrt. Noch immer gelten zwei Menschen als vermisst. Örtliche Behörden gehen davon aus, dass auch sie den Vulkanausbruch am Montag vor einer Woche nicht überlebt haben.

Es sei „frustrierend“, dass die Suche nach den beiden Leichen - auf der Insel selbst sowie in den Gewässern drumherum - am Wochenende erfolglos geblieben ist, teilte die Polizei mit. Schon an diesem Montag könnten die Suchmannschaften aber wieder losziehen, sofern das Wetter es zulasse. „Wir sind immer davon ausgegangen, alle Leichen von der Insel zu bergen und wir bleiben diesem Ziel verpflichtet“, sagte Polizei-Vize John Tims.

Am späten Sonntagabend (Ortszeit) wurde Neuseeland nahe White Island auch noch von einem Erdbeben erschüttert. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS die Stärke 5,1 und ereignete sich unweit der Vulkaninsel, gut 40 Kilometer nordöstlich der auf der neuseeländischen Nordinsel gelegenen Küstenstadt Whakatane. Über Sachschäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.


This handout photo taken on July 23, 2019 and released to AFP courtesy of Chris Firkin on December 9, 2019 shows the volcano on New Zealand's White Island spewing steam and ash. - About 100 tourists were "on or around" New Zealand's White Island volcano when it erupted on December 9, 2019, and an unknown number are unaccounted for, the country's prime minister said. (Photo by Chris Firkin / Courtesy of Chris Firkin / AFP) / -----EDITORS NOTE --- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / COURTESY OF CHRIS FIRKIN" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS  - NO ARCHIVES
Neuseeland leitet nach Vulkanausbruch Ermittlungen ein
Die Polizei will klären, ob man Todesfälle und Verletzungen hätte vermeiden können.

Zwei Brandopfer sterben

Unterdessen starben am Wochenende zwei weitere Brandopfer in Kliniken. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten nach dem Vulkanausbruch offiziell auf 16, die beiden Vermissten nicht eingerechnet. Neuseeländische Behörden veröffentlichten zunächst die Namen von acht Todesopfern, unter ihnen drei Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Das älteste bisher bekannte Opfer sei 53 Jahre alt gewesen. Die Menschen befanden sich auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel. Pro Jahr wird diese von 10.000 Ausflüglern besucht. Die Touren werben unter anderem mit einem Blick ins Innere der Erde.


TOPSHOT - This handout photo taken and released on December 13, 2019 by the New Zealand Defence Force shows elite soldiers taking part in a mission to retrieve bodies from White Island after the December 9 volcanic eruption, off the coast from Whakatane on the North Island. - Elite soldiers retrieved six bodies from New Zealand's volatile White Island volcano on December 13, winning praise for their "courageous" mission carried out under the threat of another eruption. (Photo by Handout / NEW ZEALAND DEFENCE FORCE / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / NEW ZEALAND DEFENCE FORCE" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS ---
Weiteres Todesopfer nach Vulkanausbruch - zwei Personen weiter vermisst
Vor bald einer Woche ist der neuseeländische Vulkan ausgebrochen. Zwei Menschen gelten noch als vermisst. Bisher konnten Taucher sie nicht finden. Dennoch steigt die Zahl der Toten.

Die Taucher von Polizei und Marine hatten am Wochenende mit schwierigen Umständen zu kämpfen. „Das Wasser um die Insel herum ist verunreinigt“, sagte Tims. So mussten die Taucher Schutzanzüge tragen und jedes Mal, wenn sie auftauchten, mit frischem Wasser abgespült werden. Laut örtlichen Medien berichteten Taucher von toten Fischen rund um die Insel. Auch sei die Sicht unter Wasser eingeschränkt gewesen.

Sechs Leichen geborgen

Am Freitag hatte sich ein Bergungsteam trotz der hohen Gefahr eines erneuten Vulkanausbruchs auf die Insel gewagt und sechs Leichen geborgen. Eine zweite Suchaktion auf der Insel am Wochenende war erfolglos geblieben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Sonntag wurden noch 14 Patienten in neuseeländischen Krankenhäusern behandelt, zehn von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. 13 Patienten seien nach Australien ausgeflogen worden.

Für Montag kündigte Regierungschefin Jacinda Ardern eine Gedenkminute für die Opfer an. In den vergangenen Tagen hatten Angehörige der Opfer darauf gedrängt, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wurde, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwinden könnten.

 Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv.
Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv.
Foto: AFP

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.    


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