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Zahl der Erdbebentoten auf den Philippinen steigt auf 15
Menschen versammeln sich unter freiem Himmel in den Straßen von Manila, nach einem Erdbeben im Norden des Landes.

Zahl der Erdbebentoten auf den Philippinen steigt auf 15

AFP
Menschen versammeln sich unter freiem Himmel in den Straßen von Manila, nach einem Erdbeben im Norden des Landes.
International 5 23.04.2019

Zahl der Erdbebentoten auf den Philippinen steigt auf 15

Nach einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 15 gestiegen. Mindestens 50 Menschen wurden verletzt.

(dpa) - Die Zahl der Opfer nach dem schweren Erdbeben im Norden der Philippinen ist auf 15 gestiegen. Weitere 24 Menschen wurden nach offiziellen Angaben vom Dienstag noch vermisst. Unter anderem war am Montag in der Stadt Porac nördlich der Hauptstadt Manila ein vierstöckiges Gebäude eingestürzt, in dem sich auch ein Supermarkt befand. Helfer versuchten weiter, unter Trümmern eingeschlossene Menschen zu retten.


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Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. Seit dem Beben wurden rund 400 Nachbeben registriert. Ein Mädchen und seine Großmutter starben beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, mitteilte.

Zwei weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ein vierstöckiges Gebäude in der nahen Stadt Porac einstürzte, sagte Angie Blanco von der Katastrophenschutzbehörde der Provinz. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe sich ein Supermarkt befunden, hieß es. Die anderen beiden Todesopfer seien bei Einstürzen in ihren Häusern umgekommen, sagte Blanco weiter.

In dem Ort mit knapp 65.000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Straßen, wie lokale Medien berichteten. Einige Gebäude stürzten ein. Entlang einer Hauptverkehrsstraße wurden demnach Risse und Steinschläge beobachtet. Laut dem Phivolcs-Direktor Renato Solidum wurde keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf.

Dreißig Verletzte wurden laut Blanco in Porac aus den Trümmern geborgen. Sie werden im Krankenhaus behandelt. Zwanzig weitere Menschen in Pampanga seien in ihren Häusern in verschiedenen Teilen der Provinz verletzt worden.

Die Philippinen befinden sich auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Das letzte große Beben mit einer Stärke von 7,1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet. Im Juli 1990 starben mehr als 2400 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der nördlichen Insel Luzon.


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