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YouTubern offenbar Geld für Impfstoff-Verunglimpfung geboten
International 26.05.2021 Aus unserem online-Archiv

YouTubern offenbar Geld für Impfstoff-Verunglimpfung geboten

YouTubern offenbar Geld für Impfstoff-Verunglimpfung geboten

Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi
International 26.05.2021 Aus unserem online-Archiv

YouTubern offenbar Geld für Impfstoff-Verunglimpfung geboten

Mehrere YouTuber berichten von unlauteren Angeboten, die ihnen für eine Verunglimpfung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gemacht wurden.

(SC/dpa) - In Frankreich und Deutschland melden sich Influencer zu Wort, die Mails von einer angeblichen Kommunikationsagentur erhalten haben, in denen ihnen Geld für eine Schmierkampagne gegen den deutsch-amerikanischen Impfstoff von Biontech/Pfizer geboten wird. Von wem die Anfragen stammten, war zunächst unklar. Die Mails gingen unter anderem an die französischen YouTuber Sami Ouladitto und Léo Grasset („Dirty Biology“).


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Auch der deutsche YouTuber Mirko Drotschmann alias „MrWissen2Go“, der sich wie Léo Grasset vor allem mit wissenschaftlichen Themen befasst, hatte auf Twitter von einem ähnlichen Angebot geschrieben. „Es geht darum, einen Link zu angeblich geleakten Dokumenten zu Todesfällen bei Corona-Impfungen zu teilen. Gegen Geld. Sitz der Agentur: London. Wohnort des CEO: Moskau.“ Zusammen haben die angeschriebenen Influencer laut dem „Spiegel“ eine Reichweite von rund 1,5 Millionen Menschen.

Frankreichs Regierung hat die mutmaßlichen Versuche einer Schmierkampagne gegen den Impfstoff von Biontech/Pfizer scharf kritisiert. Alle in Frankreich zugelassenen Impfstoffe seien sicher und wirksam, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch. Wer versuche, das Gegenteil zu behaupten, spiele gegen die gesundheitlichen Interessen der Franzosen. Attal sprach von einem „groben Manöver“.

Auch Gesundheitsminister Olivier Véran hatte entsprechende Angebote gegenüber dem Sender BFMTV „erbärmlich“ und „gefährlich“ genannt. Biontech/Pfizer wollten die Berichte nicht kommentieren.

Véran sagte, er wisse nicht, ob die Angebote aus dem Ausland oder aus Frankreich kämen. Recherchen von französischen Medien deuteten auf eine mögliche Verbindung nach Russland hin. 


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