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Wolf soll im Schwarzwald 32 Schafe gerissen haben
Vertretern der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) sicherten Proben zur DNS-Analyse.

Wolf soll im Schwarzwald 32 Schafe gerissen haben

Foto: Christoph Schmidt/dpa
Vertretern der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) sicherten Proben zur DNS-Analyse.
International 30.04.2018

Wolf soll im Schwarzwald 32 Schafe gerissen haben

Ein Wolf hat in Bad Wildbad im deutschen Bundesland Baden-Württemberg wohl 32 Schafe gerissen. Ein eindeutiger Nachweis fehlt allerdings bisher.

(dpa/mth) - Ein Wolf hat im deutschen Bundesland Baden-Württemberg wohl 32 Schafe gerissen. Wie das Landesumweltministerium am Montag bestätigte, haben dies erste Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) vor Ort ergeben.

Danach ist „mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf verantwortlich“. Gewissheit wird aber erst die vom Umweltministerium umgehend in Auftrag gegebene genetische Analyse von Proben der toten Tieren geben, hieß es. Falls sich der Verdacht bestätige und die Risse auf das Konto eines Wolfs gehen, könne der betroffene Schäfer in Bad Wildbad mit einer raschen Entschädigung rechnen.

Der Wolf war in Deutschland lange Zeit ausgerottet und ist erst seit der Jahrtausendwende - von Osten kommend - wieder heimisch geworden. Da er keine natürlichen Feinde hat und die Jagd auf ihn streng verboten ist, haben sich die Bestände in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Die Bauern fordern seit längerem einen besseren Schutz vor dem Raubtier.


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Auch in Luxemburg ist das seit 1893 als ausgestorben geltende Raubtier inzwischen wieder präsent und konnte bereits in zwei Fällen nachgewiesen werden. Mitte Juli 2017 jagte ein Wolf auf einer Weide zwischen Holzem und Garnich eine Herde Schafe und riss dabei acht Tiere. Dann wurde Ende Februar in der Gegend  von Fouhren ein Schaf von einem Wolf gerissen. Eine Entwicklung, die im Großherzogtum mit Voraussicht angegangen wurde, denn die Regierung stellte bereits im Februar 2017  einen Aktions- und Managementplan zum Umgang mit Wölfen in Luxemburg vor.



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