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Winterspiele in Pyeongchang : Nordkorea sendet Cheerleader zu Olympia
Über 200 nordkoreanische Cheerleaderinnen sind am Mittwoch in Südkorea eingetroffen.

Winterspiele in Pyeongchang : Nordkorea sendet Cheerleader zu Olympia

Photo: AFP
Über 200 nordkoreanische Cheerleaderinnen sind am Mittwoch in Südkorea eingetroffen.
International 14 07.02.2018

Winterspiele in Pyeongchang : Nordkorea sendet Cheerleader zu Olympia

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Propaganda, Annäherung oder ernst gemeinte Sportbegeisterung? Vielleicht ein bisschen von allem: Nordkorea hat über 200 Cheerleader zu den Olympischen Winterspielen ins südkoreanische Pyeongchang entsandt.

(dpa) - Nach einem Orchester hat Nordkorea auch eine große Jubelgruppe mit mehr als 200 Cheerleadern für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nach Südkorea geschickt. Unter der Leitung von Sportminister Kim Il Guk sei die Delegation mit 280 Mitgliedern am Mittwoch über die militärische Demarkationslinie im Westteil der Grenze eingereist, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die Gruppe umfasste neben den Cheerleadern auch 26 Taekwondo-Sportler, Sportfunktionäre und Journalisten.

Die Entsendung der Fangruppe und des Orchesters gilt als weitere Geste der kommunistischen Regierung in Nordkorea, die seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung an Südkorea fortsetzen will. Nordkorea wird bei den Spielen, die am Freitag eröffnet werden, auch mit 22 Sportlern dabei sein, darunter zwölf Eishockeyspielerinnen für eine gemeinsame Mannschaft mit Südkorea. Geplant sind neben zwei Auftritten des nordkoreanischen Orchesters kurz vor und während der Spiele auch vier Taekwondo-Shows.  


Das Orchester mit 140 Mitgliedern war bereits am Dienstag mit einem Schiff eingetroffen. Während die Musiker zunächst auf dem Schiff wohnen sollen, werden die Cheerleader in einem von den Wettkampfstätten abgelegenen Luxus-Resorthotel in der östlichen Provinz Gangwon untergebracht. Unklar war zunächst, wer die Kosten für die Unterbringung der Nordkoreaner übernimmt.

Die Signale der Annäherung zwischen beiden Regierungen hatte die Angst vor einer Eskalation des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm vorerst verringert.


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