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Wieder ertrinken Menschen im Mittelmeer
International 16.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsdrama

Wieder ertrinken Menschen im Mittelmeer

Einsatzkräfte haben diesen 32-jährigen Syrer in der Nacht auf Samstag vor der griechischen Insel Agathonisi aus dem Wasser gezogen.
Flüchtlingsdrama

Wieder ertrinken Menschen im Mittelmeer

Einsatzkräfte haben diesen 32-jährigen Syrer in der Nacht auf Samstag vor der griechischen Insel Agathonisi aus dem Wasser gezogen.
AFP
International 16.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Flüchtlingsdrama

Wieder ertrinken Menschen im Mittelmeer

Einsatzkräfte haben in der Ägäis innerhalb von 24 Stunden 261 Flüchtlinge aus dem Wasser gerettet. Doch es kamen auch erneut Menschen in den Fluten ums Leben.

(dpa) - Vor der griechischen Insel Samos hat die griechische Küstenwache fünf Leichen entdeckt. Wie ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Samstag sagte, handle es sich allen Anzeichen nach um Migranten, die in den vergangenen Tagen ertrunken seien.

Samos liegt nur etwa zwei Kilometer vor dem türkischen Festland:

Hunderte andere Flüchtlinge hatten Glück: Einsatzkräfte der griechischen Küstenwache und der europäischen Grenzagentur Frontex sowie freiwillige Helfer retteten binnen 24 Stunden 261 Migranten und Flüchtlinge aus den Fluten in der Ägäis. Das teilte die griechische Küstenwache am Samstagmorgen mit.

Auch Kinder unter den Toten

Bereits am Vortag waren vier Kinder in der Ägäis beim Versuch, mit anderen Migranten aus der Türkei nach Griechenland überzusetzen, ums Leben gekommen.

Das griechische Wetteramt warnte vor starken bis stürmischen Winden am Wochenende in ganz Griechenland. „Wir sind alarmiert. Die Überfahrt von der Türkei rüber zu uns (griechische Inseln) ist unter diesen Wetterbedingungen sehr gefährlich“, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Wegen des winterlichen Wetters sei die Zahl der täglich aus der Türkei ankommenden Migranten und Flüchtlinge im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. Kamen im Dezember fast 3500 Menschen täglich, setzten nach Angaben des UN-Hilfswerks UNHCR in den ersten 13 Tagen des Jahres knapp 22.000 Schutzsuchende von der Türkei nach Griechenland über. Das sind im Durchschnitt fast 1700 täglich. Seit Jahresbeginn sind 58 Migranten im Mittelmeer ums Leben gekommen. 


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