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Wieder Dutzende Festnahmen bei Protesten in Belarus
International 05.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Wieder Dutzende Festnahmen bei Protesten in Belarus

Dieses Bild vom 1. September zeigt demonstrierende Studenten in Minsk.

Wieder Dutzende Festnahmen bei Protesten in Belarus

Dieses Bild vom 1. September zeigt demonstrierende Studenten in Minsk.
Foto: AFP
International 05.09.2020 Aus unserem online-Archiv

Wieder Dutzende Festnahmen bei Protesten in Belarus

Seit der Präsidentenwahl Anfang August kommt es in Belarus täglich zu Protesten, neuerdings sind es vor allem Studenten, die auf die Straße gehen.

(dpa) - Bei den Protesten in Belarus gegen den umstrittenen Staatschef Alexander Lukaschenko sind nach Behördenangaben wieder mehr als 40 Demonstranten festgenommen worden. Zu den Festnahmen sei es am Freitag gekommen, teilte das Innenministerium in Minsk am Samstag mit. Rund die Hälfte der Festgenommenen müsse mit einer Strafe rechnen.

Auch die Menschenrechtsorganisation Wesna bestätigte zahlreiche Festnahmen in Minsk. Die Sicherheitskräfte hätten die Menschen bei spontanen und friedlichen Aktionen mitgenommen, hieß es. An einer Universität nahmen sie demnach Demonstranten brutal fest.

Tägliche Proteste

Seit der Präsidentenwahl am 9. August kommt es jeden Tag zu Protesten gegen Lukaschenko. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik. Die Demonstranten sehen die Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja als Gewinnerin der Wahl. Lukaschenko hatte sich jedoch mit 80 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen.


Opposition supporters gather outside a pre-trial detention centre, where Sergei Tikhanovsky - opposition figure Svetlana Tikhanovskaya's jailed blogger husband - is allegedly held in custody, to congratulate him on his 42nd birthday in Minsk on August 18, 2020. - Sergei Tikhanovsky, had been detained on charges of plotting mass unrest and could not submit his own presidential bid in time. (Photo by Sergei GAPON / AFP)
Belarus: Recht auf Freiheit
In ganz Belarus gehen die Menschen auf die Straßen und demonstrieren gegen Alexander Lukaschenko. Ob sie den Machtkampf gewinnen, ist nicht sicher.

In den vergangenen Tagen schlossen sich vor allem Studenten den Protesten an, als das neue Studienjahr zu Wochenbeginn startete. Sie zogen ebenfalls durch die Straßen; einige hielten Streikposten an Hochschulen ab. Das Bildungsministerium kündigte nun an, die Kontrollen an den Universitäten zu verstärken.

Für kommenden Sonntag hat die Opposition erneut zu größeren Demonstrationen aufgerufen. In der Vorwoche gingen dabei Zehntausende Menschen friedlich auf die Straße.


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