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Wieder die Gewinner: Trump und Clinton räumen bei US-Vorwahlen ab
International 3 Min. 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Wieder die Gewinner: Trump und Clinton räumen bei US-Vorwahlen ab

Kommt einer Nominierung immer näher: Nach seinem Heimsieg in New York, gewinnt Donald Trump fünf weitere Vorwahlen.

Wieder die Gewinner: Trump und Clinton räumen bei US-Vorwahlen ab

Kommt einer Nominierung immer näher: Nach seinem Heimsieg in New York, gewinnt Donald Trump fünf weitere Vorwahlen.
Foto: REUTERS
International 3 Min. 27.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Wieder die Gewinner: Trump und Clinton räumen bei US-Vorwahlen ab

Alle gegen Donald - doch Immobilien-Milliardär Trump siegt weiter. Am Dienstag holt er in fünf Bundesstaaten überzeugende Siege. Für seine Gegner wird es immer schwerer. Bei den Demokraten ist Hillary Clinton praktisch durch.

(dpa) - Donald Trump hat einen Lauf: Mit fünf Vorwahlsiegen in der Nacht auf Mittwoch verbesserte der Immobilienmagnat aus New York seine Ausgangsposition für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner deutlich.

Trump ließ in Maryland, Delaware, Rhode Island, Connecticut und Pennsylvania seine parteiinternen Kontrahenten John Kasich und Ted Cruz weit hinter sich.

Seine Chance, bis zum Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten - diese küren letztlich den Präsidentschaftskandidaten - hinter sich zu versammeln, hat sich damit erhöht.

Da er bislang aber erst 945 Delegiertenstimmen für sich verbuchen kann, muss Trump dafür seine Siegesserie fortsetzen. Schon am nächsten Dienstag wartet mit Indiana eine Vorwahl im nächsten wichtigen, möglicherweise sogar vorentscheidenden Bundesstaat.

Sanders kämpft weiter

Bei den Demokraten musste sich Favoritin Hillary Clinton am Dienstag nur in Rhode Island ihrem Kontrahenten Bernie Sanders beugen. Die frühere Außenministerin siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und holte sich nach einem lange offenen Rennen auch einen knappen Sieg in Connecticut.

Hillary Clinton ist die Favoritin bei den Demokraten. Ihr Konkurrent Bernie Sanders hat kaum noch eine Chance auf eine Nominierung.
Hillary Clinton ist die Favoritin bei den Demokraten. Ihr Konkurrent Bernie Sanders hat kaum noch eine Chance auf eine Nominierung.
Foto: AFP

Clinton ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen und auch beim Parteitag im Juli in Philadelphia zu kandidieren.

„Mit Eurer Hilfe werden wir zurück nach Philadelphia kommen, zum demokratischen Parteitag, mit den meisten Stimmen und den meisten Delegierten“, rief Clinton versammelten Anhängern in Philadelphia (Pennsylvania) zu.

Republikaner wollen Trump stoppen

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Parteifunktionäre seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Trump holte verbal zum Gegenschlag aus. Er forderte Cruz und Kasich dazu auf, ihre Bewerbungen niederzulegen und sich hinter seine Kandidatur zu stellen. „Ich betrachte mich als den mutmaßlichen Kandidaten“, sagte Trump nach seinem Fünffach-Triumph in New York.

Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Ted Cruz und mehrere Hundert mehr Delegierte. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

Indiana ist Cruz' letzte Chance

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten.

Sollte Cruz hingegen dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland zu sichern. Trump kündigte an, bereits am Mittwoch nach Indiana zu reisen und dort einen tagelangen Wahlkampf führen zu wollen.

Sollte er nicht auf die benötigen 1237 Delegierten kommen, könnte Trump die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

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