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WHO meldet neuen Rekord bei weltweiten Corona-Neuinfektionen
International 26.07.2020

WHO meldet neuen Rekord bei weltweiten Corona-Neuinfektionen

International 26.07.2020

WHO meldet neuen Rekord bei weltweiten Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der weltweiten Corona-Neuinfektionen hat ein Rekordniveau erreicht, wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilt. Fast die Hälfte aller bisher registrierten Fälle geht auf drei Länder zurück.

(dpa) - Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag und am Samstag. Bis Freitagabend registrierte die WHO die Rekordzahl von 284.196 Fällen. Am Samstagabend lag der Wert mit 284.083 ähnlich hoch.

Mit Abstand die meisten Infektionen binnen eines Tages verzeichneten demnach bis Samstagabend die USA mit rund 72.000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 60.000. Aus Indien wurden fast 49.000 Neuinfektionen gemeldet, aus Südafrika etwa 14.000.

Weltweit wurden der WHO zufolge seit dem Beginn der Epidemie Ende des vergangenen Jahres bis Samstag knapp 15,6 Millionen Infektionen gemeldet. Mehr als 635.000 Menschen starben nachweislich mit einer Coronavirus-Infektion.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte vor kurzem, man sehe intensive Übertragungen „in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern“.
Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte vor kurzem, man sehe intensive Übertragungen „in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern“.
Foto: AFP

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zu der Entwicklung kürzlich, man sehe intensive Übertragungen „in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern“. Demnach entfallen fast die Hälfte aller bisherigen Fälle auf nur drei Länder: Die USA, Brasilien und Indien hatten bis Samstag zusammen mehr als 7,6 Millionen Fälle registriert. Fast zwei Drittel aller Infektionen gehen laut Tedros auf zehn Länder zurück.


CHL-Arzt Vic Arendt: "In der zweiten Welle angekommen"
Dr. Vic Arendt vom Centre Hospitalier sprach sich am Samstagmittag für weitere Restriktionen aus. Vor allem eine striktere Maskenpflicht könne helfen, das Virus in Luxemburg einzudämmen.

Auch in Luxemburg war die Zahl der registrierten Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium hat von Freitag auf Samstag insgesamt 133 neue Fälle registriert, wovon 111 auf Einwohner zurückgehen. Insgesamt zählt das Großherzogtum aktuell 1.298 aktive Fälle - soviel, wie zuletzt Mitte April. Dr. Vic Arendt aus dem CHL warnte am Samstagmittag im Gespräch in der RTL-Sendung „Background“ ausdrücklich, man sei bereits bei der zweiten Welle angelangt und forderte strengere Eindämmungsmaßnahmen - vor allem im Bereich der Mundschutzpflicht.

 


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