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Wenn alle wieder über Trump lästern...
International 3 2 Min. 04.12.2019

Wenn alle wieder über Trump lästern...

Wenn alle wieder über Trump lästern...

Screenshot aus dem Video
International 3 2 Min. 04.12.2019

Wenn alle wieder über Trump lästern...

Auf einem Video vom Nato-Gipfel sind angeblich Macron, Trudeau, Johnson und andere dabei, sich über den US-Präsidenten lustig zu machen. Trump reiste vorzeitig ab.

(dpa) - Haben sich mehrere Staats- und Regierungschefs bei einem Empfang im Buckingham-Palast gemeinsam über US-Präsident Donald Trump lustig gemacht?

Danach sieht es zumindest auf einem Video mit Gesprächsfetzen zwischen dem kanadischen Regierungschef Justin Trudeau, Großbritanniens Premier Boris Johnson und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vom Nato-Gipfel in London aus. Der Clip wurde auf Twitter bis Mittwochmittag mehr als sechs Millionen Mal geklickt.

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Dabei ist das Gespräch sehr schlecht zu verstehen und der Zusammenhang undurchsichtig. Zu sehen ist ein lachender Johnson, der Macron fragt: „Sind Sie deshalb zu spät gekommen?“ - Darauf schaltet sich ein gut gelaunter Trudeau ein: „Er war zu spät dran, weil er eine 40-minütige Extra-Pressekonferenz eingelegt hat.“


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 Nach einem Schnitt sagt Trudeau: „Ich habe gesehen, wie seinem Team die Kinnlade auf den Boden gefallen ist.“ Dazu macht Trudeau eine entsprechende Geste. Auch der niederländische Regierungschef Mark Rutte und die Tochter von Queen Elizabeth II., Prinzessin Anne, beteiligten sich an der Unterhaltung.

Was Johnson und Trudeau genau meinten, blieb unklar. Der Name des US-Präsidenten ist nicht zu hören. Die Aussagen wurden jedoch als Anspielung auf eine Pressekonferenz von Trump und Macron vor dem Nato-Gipfel interpretiert, die Trump spontan ausdehnte und bei der Streit zwischen beiden deutlich wurde. Macron hatte der Nato vor Wochen den „Hirntod“ bescheinigt. Trump hatte das scharf kritisiert.


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Trump wurde am Mittwoch bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am Rande des Nato-Gipfels auf den Clip und Trudeaus Kommentare angesprochen. Trudeau habe zwei Gesichter, sagte Trump dazu. Der kanadische Regierungschef sei ein „sehr netter Kerl“.

Aber Trudeau sei wohl nicht glücklich darüber, dass er (Trump) ihn wegen zu niedriger Rüstungsausgaben Kanadas kritisiert habe. Auch Boris Johnson wurde bei einer Pressekonferenz darauf angesprochen. Auf die Frage einer Journalistin, ob er Trump nicht ernst nehme, sagte er: „Das ist kompletter Unsinn. Ich weiß nicht, wo das herkommt.“

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Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass Donald Trump bei versammelten Staatsführern offenbar für Belustigung sorgte.

Im September 2018 breitete sich bei der UN-Generalversammlung in New York zunächst ein Raunen im Saal aus, als Trump erklärte, seine Regierung habe in weniger als zwei Jahren "mehr als fast jede andere Regierung in der Geschichte des Landes" erreicht.

Als der Präsident seine Rede daraufhin kurz unterbrach, brach unter den anwesenden Zuhörern schließlich ein vorsichtiges Lachen aus.

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Pressekonferenz abgesagt

Seine eigentliche Pressekonferenz zum Abschluss des Spitzentreffens sagte Trump am Mittwoch kurzerhand ab, angeblich „weil wir so viele in den vergangenen zwei Tagen gemacht haben“, schrieb Trump auf Twitter.

In den vergangenen drei Jahren - seit Trump Präsident ist - habe die Nato „großartige Fortschritte“ gemacht, erklärte Trump. Er sieht es als seinen Verdienst an, dass die Nato-Partner mehr Geld für ihre Verteidigung ausgeben wollen. Das Verteidigungsbündnis werde stärker als je zuvor sein, twitterte der US-Präsident. In der Vergangenheit hatte er die Nato schon mal als „obsolet“ bezeichnet.



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