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Weltstrafgericht: Anklage will Verfahren wegen Rohingya-Verfolgung
International 04.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Weltstrafgericht: Anklage will Verfahren wegen Rohingya-Verfolgung

Rohingya-Flüchtlinge, die vor der Verfolgung nach Bangladesch geflüchtet sind.

Weltstrafgericht: Anklage will Verfahren wegen Rohingya-Verfolgung

Rohingya-Flüchtlinge, die vor der Verfolgung nach Bangladesch geflüchtet sind.
Foto: AFP
International 04.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Weltstrafgericht: Anklage will Verfahren wegen Rohingya-Verfolgung

Eine Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde von den Anklägern in Den Haag beantragt.

(dpa) - Die Anklage des Weltstrafgerichts in Den Haag hat ein Ermittlungsverfahren wegen der Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit im südostasiatischen Myanmar beantragt. Das teilte der Internationale Strafgerichtshof am Donnerstag in Den Haag mit. Der Antrag war bereits in der vergangenen Woche angekündigt worden. Wann die Richter über den Antrag entscheiden werden, ist unklar.


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Chefanklägerin Fatou Bensouda will mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit der Vertreibung der Rohingya verfolgen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Gericht für den Fall zuständig erklärt, auch wenn Myanmar kein Vertragsstaat ist.

Aber Bangladesch, wohin schätzungsweise rund 700 000 Rohingya geflohen waren, gehört dem Gericht an. Für die mutmaßlichen Verbrechen werden die Militärs im vorwiegend buddhistischen Myanmar verantwortlich gemacht.


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