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Weitere Leichen von Flüchtlingsunglück vor Lampedusa geborgen
International 17.10.2019

Weitere Leichen von Flüchtlingsunglück vor Lampedusa geborgen

Lampedusa ist eine italienische Insel unweit von Tunesien.

Weitere Leichen von Flüchtlingsunglück vor Lampedusa geborgen

Lampedusa ist eine italienische Insel unweit von Tunesien.
Foto: Screenshot Google Maps
International 17.10.2019

Weitere Leichen von Flüchtlingsunglück vor Lampedusa geborgen

Das Schiff mit vermutlich mehr als 50 Menschen an Bord war am Montag vor einer Woche vor Lampedusa gesunken. 13 Frauenleichen konnten direkt danach geborgen werden.

(dpa) - Ein Baby, ganz nah daneben wahrscheinlich die Mutter, beide tot am Meeresgrund: Zehn Tage nach einem Flüchtlingsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa sind die ersten Leichen aus dem gesunkenen Schiffswrack geborgen worden. Sieben Tote seien an Land gebracht worden, darunter auch ein Säugling, berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Donnerstag.

Das Schiff mit vermutlich mehr als 50 Menschen an Bord war am Montag vor einer Woche vor Lampedusa gesunken. 13 Frauenleichen konnten direkt danach geborgen werden. Ein Unterwasserroboter hatte das Wrack mit 12 Toten dann diesen Dienstag aufgespürt. Darunter das Baby und eine Frau, die es umarmte. Die Helfer gehen davon aus, dass sie die Mutter ist. Weitere Leichen könnten auf dem Meeresgrund liegen.


ARCHIV - 20.06.2019, ---, Mittelmeer: HANDOUT - Carola Rackete aus Kiel, deutsche Kapitänin der «Sea-Watch 3», aufgenommen an Bord des Rettungschiffs. Die Kapitänin des Rettungsschiffs ist bereit, die Konfrontation mit der italienischen Regierung weiter eskalieren zu lassen. Wenn es keine Einigung über die Migranten an Bord gebe und das Schiff somit anlegen dürfe, sei sie bereit, ohne Erlaubnis in den Hafen der Insel Lampedusa zu fahren, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. «Die Situation (auf dem Schiff) ist aktuell sehr angespannt.» Sie könne nicht mehr für die Sicherheit der Menschen an Bord garantieren. Manche drohten über Bord zu springen. Foto: Till M. Egen/Sea-Watch.org/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Fragen und Antworten zur "Sea-Watch 3"
Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete ist in Lampedusa unter Hausarrest, ihre Passagiere durften an Land. Doch was ist eigentlich passiert, wie ist die Rechtslage und wie geht es jetzt weiter?

„Diesen kleinen Körper auf dem Grund liegen zu sehen, neben der Frau, die wahrscheinlich die Mutter ist, war ein Schlag in die Magengrube“, sagte Radolfo Raiteri, Taucher der Küstenwache, der Zeitung „La Repubblica“. „Dass sie so nah beieinander lagen und der Arm der Frau, lassen darauf schließen, dass sie (das Baby) bis zum Schluss ganz fest gehalten hat.“

Lampedusa liegt unweit von Tunesien. Zuletzt kamen von dort wieder mehr Migranten eigenständig mit Booten auf der kleinen Insel an.


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Lampedusa: Touristenparadies mit Schiffsfriedhof
Alle Augen richten sich auf Catania, wo Migranten ihr Schiff nicht verlassen dürfen. Eine Flugstunde entfernt liegt mit Lampedusa ein früherer Brennpunkt der Flüchtlingskrise. Hier boomt inzwischen der Tourismus.
11.07.2018, Italien, Lampedusa: Wracks von Flüchtlingsschiffen liegen auf der italienischen Insel. Immer mehr Touristen kommen nach Lampedusa, von Flüchtlingen ist kaum noch etwas zu sehen. (zu dpa «Touristenparadies mit Schiffsfriedhof» vom 21.08.2018) Foto: Annette Reuther/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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