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Wegen Ukraine-Konflikt: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland
International 14.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Wegen Ukraine-Konflikt: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Donald Tusk twitterte die Nachricht am Donnerstagabend.

Wegen Ukraine-Konflikt: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Donald Tusk twitterte die Nachricht am Donnerstagabend.
AFP
International 14.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Wegen Ukraine-Konflikt: EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden verlängert.

(dpa) - Die europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden wegen der unzureichenden Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine abermals verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk im Internetdienst Twitter mitteilte.

Die EU hatte die Sanktionen trotz Milliardenverlusten für heimische Unternehmen zuletzt im vergangenen Sommer bis zum 31. Januar 2018 verlängert. Sie sollen nun weitere sechs Monate gelten. Im Sommer 2016 war beschlossen worden, die Handels- und Investitionsbeschränkungen erst dann aufzuheben, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Konflikt komplett erfüllt sind. Dies ist noch nicht der Fall.

Experten gehen nach Angaben von Diplomaten davon aus, dass die Sanktionen Russland bereits einen dreistelligen Milliarden-Betrag gekostet haben. Doch auch die europäische Konjunktur wird in Mitleidenschaft gezogen.

Donald Tusk(l.)  im Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem niederländischen Premier Mark Rutte.
Donald Tusk(l.) im Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem niederländischen Premier Mark Rutte.
AFP

Mit der Koppelung der Sanktionen an den Friedensplan wollen die EU-Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, seinen Einfluss auf die prorussischen Separatisten in der Ostukraine stärker für eine Beilegung des Konfliktes zu nutzen. Moskau hält die Strafmaßnahmen für ungerechtfertigt und hat im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte wie Obst und Fleisch verhängt.

Eingeführt wurden die Strafmaßnahmen nach dem Absturz eines malaysischen Flugzeugs mit 298 Menschen an Bord über der Ostukraine im Juli 2014. Es soll von moskautreuen Separatisten abgeschossen worden sein. Moskau bestreitet das.


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