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Wegen Facebook-Posting: Britin in Dubai zu Geldstrafe verurteilt
International 11.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Wegen Facebook-Posting: Britin in Dubai zu Geldstrafe verurteilt

Wegen Facebook-Posting: Britin in Dubai zu Geldstrafe verurteilt

Foto: Silas Stein/dpa
International 11.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Wegen Facebook-Posting: Britin in Dubai zu Geldstrafe verurteilt

Eine Britin wurde in Dubai zu einer Geldstrafe von umgerechnet 720 Euro verurteilt. Sie hatte die Frau ihres Ex-Mannes auf Facebook verunglimpft.

(dpa) - Weil sie die neue Frau ihres Ex-Mannes als „Pferd“ bezeichnet hat, ist eine Britin in Dubai zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie habe aber ihren Ausweis zurückbekommen und könne nach Großbritannien zurückkehren, teilte die Menschenrechtsorganisation „Detained in Dubai“ („Verhaftet in Dubai“) am Donnerstag mit. Die Gruppe hatte sich dafür eingesetzt, dass die 55 Jahre alte Frau freigelassen wird.


Wegen Facebook-Posting: Britin droht Haft in Dubai
Eine 55-jährige Britin zog im Oktober 2016 auf Facebook über ihren Ex-Mann her. Mehr als zwei Jahre später wurde die Frau nun bei der Einreise nach Dubai verhaftet.

Die Frau war vor vier Wochen zusammen mit ihrer 14 Jahre alten Tochter bei der Einreise nach Dubai festgenommen worden. Die beiden wollten an der Beerdigung des Ex-Mannes der Frau in den Vereinigten Arabischen Emiraten teilnehmen. Das Paar hatte sich bereits vor einigen Jahren scheiden lassen.

Als die Frau vor zwei Jahren von der erneuten Hochzeit ihres Ex-Mannes in Dubai erfahren habe, hatte sie ein Foto des frisch verheirateten Paares auf Facebook mit den Worten kommentiert: „Ich hoffe, du Idiot gehst unter die Erde. Du hast mich für dieses Pferd verlassen.“ Dafür war sie von der neuen Frau des Mannes wegen Beleidigung angezeigt worden.

Wie die Menschenrechtsgruppe weiter mitteilte, sei die Britin am Donnerstag zu einer Geldstrafe von 3000 Dirham (etwa 720 Euro) verurteilt worden. Die Gesetze zur Internetkriminalität in den Emiraten stehen immer wieder international in der Kritik.



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