Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Was über die Untervariante BA.2 bekannt ist
International 2 Min. 26.01.2022
Omikron-Subtyp

Was über die Untervariante BA.2 bekannt ist

Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante breitet sich in einigen Ländern zügig aus – doch noch sind viele Fragen zum Subtyp BA.2 offen.
Omikron-Subtyp

Was über die Untervariante BA.2 bekannt ist

Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante breitet sich in einigen Ländern zügig aus – doch noch sind viele Fragen zum Subtyp BA.2 offen.
Foto: Uwe Anspach/dpa
International 2 Min. 26.01.2022
Omikron-Subtyp

Was über die Untervariante BA.2 bekannt ist

In Dänemark ist der neue Omikron-Untertyp BA.2 auf dem Weg zur dominierenden Coronavirus-Variante. Noch sind aber viele Fragen offen.

(dpa/jt) – Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante breitet sich in einigen Ländern zügig aus – doch noch sind viele Fragen zum Subtyp BA.2 offen. Dieser sei „fraglos schon überall vorhanden, in unterschiedlichem Ausmaß“, sagt der deutsche Epidemiologe Hajo Zeeb.

In Luxemburg ist derzeit die Omikron-Untervariante BA.1 dominant. Allerdings wurde auch schon ein Fall von BA.2 registriert, wie aus einem Bericht des Nationalen Gesundheitslaboratoriums (LNS) vom 19. Januar hervorgeht. Dabei wurde ein epidemiologischer Zusammenhang mit Dänemark festgestellt.  

In Dänemark, das dank umfangreicher Sequenzierungen bestens über die vorherrschenden Varianten im Land informiert ist, ist BA.2 nach Angaben des staatlichen Gesundheitsinstitutes SSI mittlerweile für rund die Hälfte aller Fälle verantwortlich. Auch Deutschland, Frankreich und Österreich sowie eine Reihe weiterer Länder haben den Untertyp BA.2 bereits nachgewiesen, wenn auch in teils deutlich geringerem Umfang.

Wichtige Daten zur Übertragung und der Krankheitsschwere von BA.2 fehlen Experten zufolge noch. Auch ob die Variante den Immun- und Impfschutz umgehen kann, sei noch nicht klar.

Mögliche höhere Übertragbarkeit

„Weil man in verschiedenen Ländern beobachten kann, dass der Anteil an BA.2 zunimmt, wird vermutet, dass BA.2 einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat“, sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik. Auch nach Ansicht des Biophysikers Richard Neher von der Universität Basel liegt diese Vermutung nahe. Doch noch fehlen wissenschaftliche Belege.


Lok , Debat Impfpflicht Chamber ,Bettel ., Lenert  Foto:Guy Jallaay/Luxemburger Wort
Unwürdiges Impfpflicht-Theater
Die Konsultierungsdebatte zur obligatorischen Impfung war eine Farce. Die Regierung hielt das Parlament und die Öffentlichkeit zum Narren.

So könne neben einer höheren Übertragbarkeit auch eine stärkere Immunflucht dazu führen, dass sich immer mehr Menschen mit BA.2 infizierten, erklärt Ciesek. Immunflucht bedeutet, dass eine durchgemachte Infektion oder eine Impfung weniger gut vor dem Erreger schützen. „Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 und BA.2 in der Krankheitsschwere kein großer Unterschied zu sein scheint.“ 

Allerdings fehlten auch hier noch verlässliche klinische Daten. Eines ist laut Virusvarianten-Experte Neher hingegen sicher: Der Vorteil, den BA.2 über BA.1 hat, ist kleiner als der von Omikron über Delta.

Herkunft ungewiss

Wo der Subtyp genau herkommt, ist den Experten zufolge ungewiss. Neu ist er nicht. So konnte BA.2 schon kurz nach dem Auftreten von Omikron nachgewiesen werden. Der Subtyp ist eine „Schwesterlinie“ von BA.1 - beide sind Omikron-Untervarianten, und es ist nicht etwa eine aus der anderen entstanden. Auch wenn die beiden Varianten BA.1 und BA.2 weitgehend identisch sind, weisen sie unterschiedliche Mutationen auf.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: BA.2 fehlt eine Mutation, die bei bestimmten PCR-Tests zunächst für eine Unterscheidung von Omikron und Delta herangezogen wurde. „BA.2 wurde deshalb anfangs fälschlicherweise als ‚Tarnkappen-Mutation‘ beschrieben, weil diese Variante sich nicht von Delta in dieser Mutation unterscheidet“, erklärte Virologin Ciesek. 

In der Regel würden jedoch entweder mehrere verschiedene Mutations-PCRs durchgeführt oder das Genom sequenziert, sodass Labore durchaus zwischen BA.1, BA.2 oder Delta unterscheiden könnten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema