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Was in den vergangenen Stunden passierte
International 20 2 Min. 21.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Terrorgefahr

Was in den vergangenen Stunden passierte

International 20 2 Min. 21.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Terrorgefahr

Was in den vergangenen Stunden passierte

Die Ereignisse überschlagen sich. In Belgien wächst die Terrorangst. Nach Hinweisen auf einen Anschlag - wie in Paris - gilt in Brüssel die maximale Warnstufe. Die Vereinten Nationen sollen im Kampf gegen den IS ein Bündnis schmieden. Hier ein Überblick.

(dpa) - Eine Woche nach den Terroranschlägen von Paris hat Belgien am Samstag die höchste Sicherheitswarnstufe für die Hauptstadt Brüssel ausgerufen. Grund seien konkrete Hinweise auf ein geplantes Attentat von Terroristen mit Waffen und Sprengstoff wie in Frankreich gewesen, so der belgische Premierminister Charles Michel.

Der UN-Sicherheitsrat forderte seinerseits alle Mitglieder der Vereinten Nationen dazu auf, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verstärken. Auf deren Konto gehen die Angriffe vom 13. November in Paris, bei denen 130 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden.

Belgiens Premier Michel sagte, es habe nun Hinweise auf Anschläge an mehreren Orten in Brüssel gegeben, etwa auf Einkaufszentren oder den öffentlichen Nahverkehr. Wegen der Informationen über „eine ernste und unmittelbare Bedrohung“ ist die Terrorwarnstufe für Brüssel auf das maximale Niveau 4 angehoben. Das öffentliche Leben in Brüssel kam am Samstag mehr und mehr zum Erliegen.

Belgien in Alarmbereitschaft

Belgien steht nach der islamistischen Terrorserie in der französischen Hauptstadt Paris im Fokus, weil es enge Verbindungen der Attentäter nach Brüssel gibt. Der mutmaßliche Organisator der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, war Belgier mit marokkanischen Wurzeln und lebte früher in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek. Brüssel ist auch Sitz der Einrichtungen der Europäischen Union und der Nato. In der Hauptstadtregion leben mehr als eine Million Menschen.

In einer am Freitagabend einstimmig in New York verabschiedeten Resolution des UN-Sicherheitsrats heißt es, „alle Staaten, die die Möglichkeiten dazu haben, sollen in Übereinstimmung mit den Völker- und den Menschenrechten ihre Maßnahmen verstärken und koordinieren, um Terrorakte des IS zu unterbinden“. Alle Mitgliedsstaaten sollten zudem die Finanzströme der Terrormiliz blockieren und ausländische Islamisten nicht nach Syrien gelangen lassen. Frankreich hatte den Entwurf eingebracht.

Durchsuchungen und Demonstrationsverbote

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft teilte mit, dass am Freitag bei der Durchsuchung der Wohnung eines Verdächtigen mehrere Waffen gefunden worden seien, aber kein Sprengstoff. Die Person stehe im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Der mutmaßliche Drahtzieher Abaaoud war am Mittwoch bei einem Einsatz französischer Spezialkräfte in Saint-Denis nördlich von Paris ums Leben gekommen. Sieben von acht dabei festgenommenen Personen sind wieder auf freiem Fuß.

Der britische Premierminister David Cameron wird am Montag mit dem französischen Präsiendenten François Hollande zusammentreffen und vor allem über den Kampf gegen den IS sprechen. Das Demonstrationsverbot nach den Terroranschlägen in der französischen Hauptstadt wurde bis Ende November verlängert.

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