Waldbrände in zahlreichen Urlaubszielen

Derzeit keine Luxemburger in Gefahr

In Podstrana (in der Nähe von Split), brennt der Wald lichterloh.
In Podstrana (in der Nähe von Split), brennt der Wald lichterloh.
Foto: AFP

(ml/AFP) - In Portugal haben sich neue Waldbrände im Norden und im Zentrum des Landes ausgebreitet. Bereits im vergangenen Monat hatte ein verheerender Waldbrand 64 Tote in Portugal gefordert. Mehr als 250 Menschen waren verletzt worden.

Viermal mehr Waldfläche verbrannt als 2016

In Italien rückte die Feuerwehr mehr als Tausend Mal aus, um zahlreiche Wald- und Buschbrände zu löschen. Binnen vier Wochen ist fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten vergangenen Jahr. Inzwischen sind mehr als 26.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer gefallen. In Rom ist ein Pinienwald, der auf dem Weg zum Meer liegt, bedroht. Die angrenzende Straße wurde wegen der starken Rauchentwicklung gesperrt. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sprach von einem Desaster für die Umwelt. "Die Situation ist sehr ernst", sagte sie.

Bedrohliche Lage auf Korsika

Der starke Wind, die brüllende Hitze und die Trockenheit tragen dazu bei, dass die beliebten französischen Urlaubsziele Provence und Korsika seit Tagen mit Bränden konfrontiert sind. Im Departement Alpes-Maritimes, in der Nähe von Nice, schafften es die Feuerwehrleute jedoch einen Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Rund 100 Hektar Wald fielen den Flammen zum Opfer. Einige Einwohner, die in Gefahr waren, wurden in Sicherheit gebracht.

Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz in Castagniers in der Nähe von Nice.
Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz in Castagniers in der Nähe von Nice.
Foto: Reuters

Ähnlich sieht die Lage auf Korsika aus. Bislang wurden in der Umgebung von Bonifacio rund 200 Hektar Land zerstört. Im Departement Bouches-du-Rhône hat ein Feuer in unmittelbarer Nähe der Stadt Saint-Cannat gewütet und 800 Hektar Wald vernichtet. Mittlerweile haben die Löscheinheiten die Lage einigermaßen im Griff.

Einkaufszentrum evakuiert

Auch Kroatien kämpft derzeit gegen schwere Waldbrände. Die Brände haben am Montagabend Vororte der zweitgrößten kroatischen Stadt Split an der Adriaküste erreicht. Zahlreiche Autos brannten aus, ein Einkaufszentrum musste evakuiert werden. Über der Stadt schwebt ein dicker schwarzer Rauch, nachdem die städtische Mülldeponie in Brand geraten ist.

In der Umgebung von Split werden mehrere Dutzend Waldbrände geortet. Zahlreiche Häuser gerieten in Brand. Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Sie wurden dabei von rund hundert Soldaten und Löschfahrzeugen unterstützt.

In einem Vorort der Küstenstadt Split schützt sich eine Frau vor dem Rauch.
In einem Vorort der Küstenstadt Split schützt sich eine Frau vor dem Rauch.
Foto: AFP

Kritisch ist die Lage auch im Nachbarstaat Montenegro. Der Balkanstaat hat Brüssel um internationale Hilfe ersucht. Auf der Halbinsel Lustica an der Kotor-Bucht reichen die verfügbaren Feuerwehrkräfte nicht aus, um Herr der Lage zu werden.  Am Montagvormittag waren rund 300 Menschen aus den Ortschaften Begovici und Veslo in Sicherheit gebracht werden. Die dicken Rauchwolken haben auch den Luftverkehr auf dem Flughafen Tivat eingeschränkt.  Einige Flugzeuge mussten auf den Flughafen Podgorica umgelenkt werden.

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Vorläufige Entwarnung bei Luxair

Manche Ferienziele, in denen Hunderte Touristen in den vergangenen Tagen wegen Waldbränden bedroht waren, werden von Luxair angeflogen. Derzeit seien keine Luxair-Kunden in Gefahr, versicherte ein Sprecher der luxemburgischen Fluggesellschaft, Joe Schroeder. Neusten Erkenntnissen zufolge gebe es keinen Grund zur Sorge.

Aufgrund der aktuellen Lage ziehe die Airline momentan nicht in Erwähnung, Flüge zu streichen, so Schroeder. Mit den lokalen Behörden und den Reiseführern, die vor Ort sind, finde ein regelmäßiger Austausch statt, um die Situation immer wieder aufs Neue abzuschätzen.

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