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Wahlen in der Ukraine: Prognosen sehen klaren Sieg pro-europäischer Kräfte
International 26.10.2014

Wahlen in der Ukraine: Prognosen sehen klaren Sieg pro-europäischer Kräfte

Die pro-europäischen Parteien um Präsident Petro Poroschenko haben laut Prognosen die Parlamentswahlen in der Ukraine klar gewonnen.

Wahlen in der Ukraine: Prognosen sehen klaren Sieg pro-europäischer Kräfte

Die pro-europäischen Parteien um Präsident Petro Poroschenko haben laut Prognosen die Parlamentswahlen in der Ukraine klar gewonnen.
AFP
International 26.10.2014

Wahlen in der Ukraine: Prognosen sehen klaren Sieg pro-europäischer Kräfte

Bei der Parlamentsneuwahl in der Ukraine haben die proeuropäischen Kräfte um Präsident Petro Poroschenko Prognosen zufolge einen klaren Sieg errungen. Das berichteten mehrere ukrainische Medien.

(CBu/dpa) - Die prowestlichen Kräfte in der Ukraine sehen sich nach der Parlamentsneuwahl als Gewinner und in ihrem Streben nach einem EU-Beitritt bestätigt. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem Wahlsieg des proeuropäischen Lagers. „Erstmals verfügen die demokratischen Kräfte in der Obersten Rada über die absolute Mehrheit“, meinte er am Sonntagabend in Kiew.

Als prowestlich gelten neben dem Block von Präsident Petro Poroschenko noch die neue Volksfront von Regierungschef Arseni Jazenjuk sowie neue Partei Samopomoschtsch (Selbsthilfe) und die Vaterlandspartei von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Diese vier Kräfte kamen nach Prognosen zusammen auf mehr als 60 Prozent der Stimmen.

Der Wahlblock des gemäßigt prowestlichen Präsidenten soll demnach als stärkste Partei auf rund 23 Prozent kommen. Dicht darauf folgt aber die "demokratische Volksfront" des aktuellen Regierungschefs Arseni Jazenjuk mit 21 Prozent. Weitere pro-europäische und pro-westliche Parteien vereinen zudem weitere knapp 20 Prozent auf sich. Nationalistische Parteien kommen zusammen auf nur rund 13 Prozent.

Bestätigung von Proeuropäern um Präsident Poroschenko

„Wir haben maximal zwei Wochen Zeit, eine Koalition zu bilden“, sagte Klitschko. Der Ex-Boxweltmeister war als Spitzenkandidat der Präsidentenpartei Petro-Poroschenko-Block angetreten, will das Parlamentsmandat aber nicht annehmen. Er bleibt Rathaus-Chef in Kiew.

Das laut Prognosen absehbare Ergebnis bestätige ganz deutlich den bisherigen Kurs von Präsident Poroschenko und der Regierung um Arseni Jazenjuk, sagte die Ex-Ministerpräsidentin Timoschenko. Ihre Vaterlandspartei schaffte Prognosen zufolge ebenfalls knapp den Einzug ins Parlament. Die Kraft werde alles dafür tun, die Führung in der Obersten Rada weiterhin zu unterstützen.

Der Chef des Poroschenko-Blocks, Juri Luzenko, sprach ebenfalls von einem Sieg. „Bei den Parteilisten gingen mehr als 90 Prozent an die demokratischen Kräfte“, sagte der Ex-Innenminister. Das Resultat sei auch ein Votum für den Friedensplan des Präsidenten im Kampf gegen die Separatisten in der Ostukraine.


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